Holzschutz & Holzschutzmittel - Wirkstoffe & Möglichkeiten

Holzschutz ist sehr vielfältig möglich. Erfahren sie hier alles über Holzschutzmittel, ihre Wirkstoffe und Maßnahmen zum Holzschutz an Gebäuden und Möbeln.

Ein Zaun wird mit einem Holzschutzmittel gestrichen
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Holzschutzmittel - Definitionen und Bestimmungen

Ein Artikel über Holzschutzmittel kann immer nur einen Ausschnitt zeigen, da der Themenkomplex sehr umfangreich ist. Dieser Artikel soll einen Überblick über chemische Mittel zum Holzschutz gegen Insekten wie Holzwurm und Hausbock, aber auch gegen Pilze, die dem Holz zusetzen können, geben. Im Grundsatz wird dabei weniger zwischen tierischen Schädlingen und Pilzen unterschieden, sondern vielmehr aufgrund der Wirksamkeit bzw. dem Anwendungsfall des Mittels. Das heißt, ist das Holzschutzmittel für eine aktive Bekämpfung von befallenem Holz zu nutzen, oder ist es für vorbeugende Maßnahmen zum Befallsschutz gedacht. Dabei ist grundsätzlich zu beachten, dass alle chemischen Holzschutzmittel zur Bekämpfung eines akuten Befalls im Gebäude von Insekten oder Pilzen laut Gesetzgeber nur durch geschulte Fachkräfte einzusetzen sind. Alter mit Holzschutz versehener DachstuhlAuch im vorbeugenden Bereich dürfen keine tragenden oder versteifenden Bauteile von Laien behandelt werden, will man keine Ordnungswidrigkeit begehen. Ebenso darf im freien Handel (z.B. in Baumärkten oder online) ausschließlich Holzschutz für vorbeugende Maßnahmen im Bautenschutz vertrieben, bzw. an Laien abgegeben werden.

Von dieser Regelung ausgenommen sind alle Einsatzzwecke im Holzschutz, die nichts mit baulichen Maßnahmen zu tun haben. Zum Beispiel dürfen Laien an Möbeln oder Skulpturen auch Mittel zur akuten Bekämpfung von Holzwurm und Co. einsetzen ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Im Bautenschutz besteht darüber hinaus auch die Vorgabe, dass alle tragenden Elemente bei Einbau über einen vorbeugenden Holzschutz verfügen müssen. Allerdings ist nicht vorgeschrieben, dass der Holzschutz über chemische Holzschutzmittel zu erfolgen hat. Auch ein Einsatz entsprechend resistenter Holzarten, ein bauseitiger Holzschutz sowie die Verwendung von technisch getrockneten bzw. thermobehandelten Hölzern erfolgen. Ein chemiefreier Holzschutz kann aber von Seiten der ausführenden Gewerke (Architekten, Handwerker etc.) zu einem Ausschluss von Schadensersatzansprüchen führen.

Tipp: Auch ist der Befall mancher Schädlinge bei den Behörden meldepflichtig. Dazu gehören die Meldung bei Befall mit dem Hausbockkäfer sowie mit dem echten Hausschwamm! Im Übrigen dürfen per Gesetz Holzschutzmittel und Holzschutzfarben nur dann auch so genannt werden, wenn entsprechende Inhaltsstoffe zur Bekämpfung von Insekten und/oder Pilzen darin vorhanden sind. Die häufig in Baumärkten anzutreffenden Lasuren gegen Holzvergrauung bzw. als Wetterschutz / UV-Schutz deklarierten Mittel gelten per Definition nicht als Holzschutzfarbe bzw. Holzschutzmittel.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Holzschutzmaßnahmen
  2. Chemischer Holzschutz – die Wirkstoffe
  3. Holzschutzmittel in Innenräumen
  4. Altlasten durch Holzschutzmittel
  5. Fazit zum Holzschutz
  6. Produktvorschläge
  7. Weiterführende Artikel

Holzschutzmaßnahmen

Über technische Maßnahmen zur Behandlung von mit Hausbock und Holzwurm befallenen Hölzern wurde bereits in diesem Artikel und auch hier bereits ausführlich geschrieben und soll an dieser Stelle auch nicht der Fokus sein. Die Maßnahmen werden daher hier nur in Kurzform aufgeführt und angesprochen.

Vorbeugende Maßnahmen

Als vorbeugende Maßnahmen gelten alle Holzschutz Maßnahmen, die einen Neubefall von Käfern und Pilzen hemmen bzw. erschweren. Dazu gehören:

  • Einkauf von thermisch behandelten Hölzern
    Eventuell vorhandene tierische Schädlinge aber auch Pilze und Sporen werden beim Trocknungsvorgang abgetötet, sodass keine Schädlinge beim Bau eingeschleppt werden. Außerdem werden durch die Hitzeeinwirkung bei der Herstellung von Thermoholz die Bestandteile des Holzes so verändert, dass sie hydrophob werden und zusätzlich durch chemische Prozesse für Schadinsekten unattraktiv werden. Thermoholz darf (noch) nicht für tragende Konstruktionen verwendet werden.
  • Konstruktive Maßnahmen
    Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Feuchtigkeit an verbaute Hölzer nach Einbau herankommen kann. Dies ist zum Beispiel über weite Dachüberstände am Haus zu realisieren um Schlagregen abzuhalten, Feuchtesperren, Verwendung unempfindlicher Hölzer (z.B. Kiefernholz, Lärchenholz anstatt Fichte / Tanne) und je nach Möglichkeiten diffusionsoffene Konstruktionen um keine stehende Luftfeuchte in Räumen zu fördern usw..
  • Nutzung imprägnierter Hölzer
    Mit Boraten oder Chrom-Kupfer Verbindungen imprägnierte Hölzer bieten einen zuverlässigen Schutz von Konstruktionsholz. Aber auch verschiedene Ammoniumverbindungen können genutzt werden. Alternativ bieten ökologisch nachhaltige Mittel einen Schutz aufgrund von Verkieselung und für Insekten Unkenntlichmachung des Holzes. Mehr zu Wirkstoffen siehe weiter unten.
  • Hydrophobierung der Hölzer als Holzschutz
    Auch ist es möglich Mittel zum Streichen oder Spritzen einzusetzen, die ein Eindringen von Wasser ins Holz erschweren, sodass die Holzfeuchte möglichst unter kritischen Werten verbleibt um Käfern und vor allem Pilzen keinen Angriffspunkt zu geben.

Bekämpfende Holzschutzmaßnahmen

Es gibt vielfältige Maßnahmen um aktiven Befall von Insekten und Pilzen zu begegnen. Dabei muss tatsächlich nur bei einem Teil der Maßnahmen auch mit chemischen Mittel gearbeitet werden um zum Erfolg zu kommen. Auch hier nur eine kurze Auflistung der Maßnahmen. Für Detailinformationen sei auch wieder auf oben verlinkte Artikel verwiesen.

  • Entfernen befallener Komponenten
    Besteht die Möglichkeit befallene Teile zu entfernen und auszutauschen, so ist dies wohl die beste Maßnahme um dem Problem Herr zu werden und je nach Konstruktion oft auch die kostengünstigste Maßnahme.
  • Entzug der Lebensgrundlage
    Vor allem bei Pilzbefall ist der dauerhafte Entzug von Feuchtigkeit im Holz ein sehr effektives Mittel um Pilzen Einhalt zu gebieten, da diese ausschließlich gedeihen können, wenn der Feuchtegehalt im Holz hoch genug ist (meist ab etwa 25% Holzfeuchte und darüber). Dies gelingt allerdings nur, wenn die Ursachen der erhöhten Feuchtigkeit vollständig beseitigt werden. Ein kurzfristiges Austrocknen von Räumen und Hölzern bringt dagegen auch nur einen kurzfristigen Erfolg im Kampf gegen Schimmelpilze.
  • Wärmebehandlung
    Gegen Käfer aller Art im Holz hilft eine Erhitzung des Holzes auf etwa 60°C um die Tiere abzutöten. Dies kann bei beweglichen Gegenständen in Klimakammern oder auch in der Sauna erfolgen oder aber bei Dachstühlen mit mobilen Gasturbinen, die den Dachboden im Ganzen erhitzen.
  • Befallene Hölzer begasen
    Alternativ zur Wärmebehandlung können befallene Dachstühle, Räume oder sogar ganze Gebäude auch mit Gasen behandelt werden, die allen tierischen Plagegeistern den Garaus machen. Die genutzten Gase sind in der Regel Sulfurylfluorid bzw. Sulfuryldifluorid. Besser bekannt unter den Handelsnamen ProFume und Vikane. Sie werden in der Lebensmittelindustrie auch zur Behandlung von Nüssen, Getreide und Trockenobst eingesetzt.
  • Mikrowellenbestrahlung
    Eine weitere interessante und giftfreie Möglichkeit um lokale Befallsstellen Schädlingsfrei zu bekommen ist der Einsatz von mobilen Mikrowellenstrahlern. Hierbei werden alle Wassermoleküle im Holz (und somit auch in den darin lebenden Larven) erhitzt.
  • Chemische Verfahren
    Chemikalien werden ins Holz eingebracht um Pilze und Parasiten zu vernichten. Dies passiert entweder mit dem Bohrlochverfahren, bei dem Löcher ins Holz gebohrt werden und dort die Holzschutzmittel eingespritzt werden oder nach entsprechender Oberflächenbehandlung (schleifen, kratzen, raspeln, reinigen) von außen mittels Spritzverfahren aufgebrachter Holzschutz. Genutzte Wirkstoffe siehe weiter unten.

Chemischer Holzschutz – die Wirkstoffe

Bevor wir jetzt zur Besprechung der verschiedenen Wirkstoffe im Holz kommen sei an dieser Stelle angemerkt, dass dieser Artikel Mittel gegen tierische Angreifer im Fokus hat. Haben sie Probleme mit Schimmelpilzen im Holz, so möchte ich auf diese Webseite verweisen: www.schimmel-hilfe.com. Dort finden sie alle nötigen Informationen um Schimmel im Haus auf allen Materialien zu bekämpfen.

Holzschutzmittel zur Vorbeugung

Zur Vorbeugung sowohl von tierischen Schädlingen als auch von Pilzbefall werden gerne Borsalze und Borsalzverbindungen bzw. Chrom-Kupfer Verbindungen genutzt – so genannte CK-Salze. Sie werden ausschließlich im Druckimprägnierungsverfahren oder im Tränkungsverfahren beim Hersteller (z.B. im Sägewerk) eingesetzt (CKA (A für Arsen) Salze nur Kesseldruckverfahren) und sind meist eingefärbt (grün, gelb, rot etc.) CK-Salze sind nicht für Einsatzbereiche zugelassen die einer ständigen Berührung von Mensch und Tier ausgesetzt sind. (z.B. Wohnbereich, Tierställe etc.). Daneben gibt es noch weitere Verbindungen wie CF-Salze (Chrom-Fluor Verbindungen), SF-Salze (Silicofluoride) und HF-Salze (Hydrogenfluoride). Handelsnamen für die verschiedenen Salze sind zum Beispiel (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Borsalzpräparate
    Z.B.: Adolit Bor flüssig, Diffusit Holzbau, Basilit B flüssig, Kulbasal B-combi, Adolit Holzwurmfrei, Diffusit IC B
  • CK-Salze
    Z.B.: Basilit CBK, Celsure CB, Adolit CFB
  • SF-Salze
    Z.B.: Basilit SF, impralit-SF, Wolmanit HB
  • HF-Salze
    Z.B.: Bekarit-TS, IMPROSOL J, Osmol WB 4

Generelles Problem vieler der oben genannten Verbindungen ist, dass sie wasserlöslich sind und entsprechend leicht aus behandelten Hölzern ausgewaschen werden können wenn keine weiteren Maßnahmen zum Feuchteschutz unternommen werden. Sie sind also nicht für den Einsatz im Freien geeignet. Reine Borsalzprodukte gelten als relativ unschädlich für Mensch und Umwelt. Manche Holzschutz Wirkstoffkombinationen sind dagegen als schädlicher für Mensch und Natur einzustufen.

Neben oben genannten Salzen werden auch noch so genannte quartäre Ammoniumverbindungen zur Holzimprägnierung genutzt um die Hölzer widerstandsfähiger gegen Parasiten und Pilze zu machen. Diese so genannten Quat-Präparate werden in aller Regel in Kombination mit Kupfersalzen, Borsalzen und auch verschiedenen Triazolen (heterocyclische aromatische Verbindungen als Fungizide wirksam) eingesetzt.

Ebenso ist eine vorbeugende Schädlingsabwehr auch mit Ölen zu realisieren. Dabei können im Prinzip ganz normale (kaltgepresste) Pflanzenöle wie Leinöle oder Nussöle Verwendung finden. Sie dringen relativ tief ins Holz ein und bilden eine hydrophobe Oberfläche, die das Holz vor dem Eindringen von Wasser (aber auch Schadinsekten) schützt und somit einen natürlichen Holzschutz realisiert. Nachteil bei der Verwendung von Pflanzenölen ist die Abdunkelung bzw. Vergilbung (Leinöle) der Holzoberfläche (je nach Öl / Produkt mehr oder weniger stark).

Handelsnamen sind z.B.: Lausitzer Leinöl, Oli Natura, Meyer Leinöl Firnis, Koralan, Wilkens B-Carbolin.

Neben pflanzlichen Ölen werden aber auch Paraffinöle (aus Erdöl hergestellt) zur Holzimprägnierung genutzt.

Handelsnamen z.B.: Harvia Paraffinöl, Nikkarien Sauna Paraffinöl

Zusätzlich zu oben genannten Holzschutzmitteln zur Vorbeugung gibt es noch die Möglichkeit mit Produkten auf Basis von Alkali-Silikaten zu arbeiten. Diese Silikate sind ökologisch unbedenklich und hydrophobieren ebenfalls die Holzoberfläche und kristallieren in der Holzstruktur aus, so dass sie die Hölzer zusätzlich festigen und einen flammenhemmenden Charakter geben.

Handelsnamen sind z.B.: HAresil basic, HAresil Argentum, Wood Bliss1, HM 1,

Aber auch die uralte Technik des Ankohlens von Balken und Pfählen soll an dieser Stelle als Holzschutz nicht ganz unerwähnt bleiben. Gerade wenn Zäune mit Holzpfählen gebaut werden sollen oder Unterstände für Tiere oder leichte, offene Schuppen bietet sich dieser natürliche Holzschutz an. Hierbei werden alle erdberührenden, oder regelmäßiger Feuchtigkeit ausgesetzten Holzteile im Feuer angebrannt, bis die äußere Holzschicht rundum glüht. Durch abschrecken und löschen mit Wasser entsteht eine verkohlte Schicht auf dem Holz, dass eine fungizide Wirkung hat. Darüber hinaus wird durch die Hitze im inneren des Holzes Teer ausgebildet, was den Hölzern eine wasserabweisende Eigenschaft verleiht und es Parasiten erschwert ins Holz einzudringen.

Holzschutzmittel zur aktiven Schädlingsbekämpfung

Bei der chemischen Bekämpfung kommen in der Regel Mittel mit den Wirkstoffen Permithrin oder Deltamethrin (aus der Gruppe der Pyrethroide), oft in Kombination mit Cypermethrin und „Verstärkern“ wie Piperonylbutoxid zum Einsatz (welche den enzymatische Abbau der Gifte im Organismus verhindern und ggf. vorhandene Resistenzen aushebeln).

Handelsnamen z.B.: Impratec Sanol I, Kluthe Holzwurmtod, Albrecht Holzwurm Ex, Wilckens Holzwurm Ex, Xyladecor gegen Holzwürmer, Düfa Holzwurm-Ex, Bergotec-Holzwurm-Tod, Farbfit Holzwurmex, ENVIRA Holzwurmspray

Alternativ zu diesen Mitteln gibt es auch die Möglichkeit des Einsatzes von Flufenoxuron aus der Gruppe der Benzoylharnstoffe welches die Häutung der Larven verhindert und hierdurch zum Absterben der Larven führt. Die Wirkweise greift also immer nur an einem bestimmten Punkt im Entwicklungszyklus der Tiere ein und wirkt damit immer nur mit einer zeitlichen Verzögerung, gilt aber aufgrund der Wirkweise generell als weniger bedenklich für andere Organismen als oben genannte Toxine.

Handelsnamen z.B.: remmers HWT, Aqua Clou Holzwurm Ex, Swingcolor Holzwurm-Ex, remmers Anti-Insect plus

Möchte man keine chemischen Holzschutzmittel zur direkten Bekämpfung der Schädlinge einsetzen, kann man gut auch auf die ebenso wirksamen mechanischen oder thermischen (oben vorgestellten) Bekämpfungsverfahren setzen.

Holzschutzmittel in Innenräumen

Generell ist die offizielle Empfehlung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dass im Innenbereich von bewohnten Räumen auf einen Holzschutz mit aktiv wirkenden Holzschutzmitteln gänzlich verzichtet werden sollte. Es gibt auch tatsächlich keine Hinweise darauf, dass ein innen im Wohnraum aufgebrachter vorsorglicher Holzschutz einen nutzbringenden Effekt hat. Im Gegenteil, je nach genutztem Biozid kann das Wohnklima hierdurch massiv beeinträchtigt werden und bei empfindlichen Menschen zu Beeinträchtigungen z.B. durch Allergien führen. Aber auch der Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln bei einem aktiven Schädlingsbefall im Wohnbereich sollte ganz genau abgewogen werden ob wirklich mit der chemischen Keule vorgegangen werden sollte, oder ob nicht andere Maßnahmen genauso Wirkungsvoll und vor allem wesentlich verträglicher für alle Beteiligten sind.

Altlasten durch Holzschutzmittel

Bis zum Ende der 1980er Jahre wurden in großem Maßstab ökologisch und gesundheitlich bedenklich und zum Teil nachweislich karzinogene bzw. hormonell wirkende Wirkstoffe zum Holzschutz eingesetzt deren Schild Stop DDC, Lindan und PCP - gefährlicher HolzschutzAltlasten auch heute noch in so manchem Altbau versteckt schlummern. Namentlich genannt die Wirkstoffe DDT, Lindan und PCP wobei letztere zum Beispiel in Kombination in Holzschutzmitteln mit den Handelsnamen Xylamon BV und Xyladecor auch in Deutschland vertrieben wurden. Wer noch Restbestände mit diesen Wirkstoffen im Schuppen findet, sollte von einer Verwendung auf jeden Fall absehen und diese fachgerecht entsorgen. Beim Abbruch von eventuell belasteten Hölzern aus Altbauten sollte auf jeden Fall auch heute noch Schutzkleidung getragen werden um den Kontakt mit den Giftstoffen möglichst gering zu halten. Kontaminierte Hölzer sind Sondermüll, der ebenfalls fachgerecht entsorgt werden sollte. Bitte nicht im Kaminofen oder am Lagerfeuer verbrennen, da die Giftstoffe so massiv wieder in die Umwelt freigesetzt werden! Davon ab, dürfen laut BImSchGesetz grundsätzlich nur unbehandelte Hölzer in privaten Feuerungsanlagen verbrannt werden.

Fazit zum Holzschutz

Wie bereits eingangs erwähnt ist das Thema Holzschutz und Holzschutzmittel ein sehr umfangreiches Thema, dass bissweilen auch sehr kontrovers zwischen den Anhängern der klassischen Holzschutzmethoden und den Anhängern alternativer Methoden diskutiert wird. Grundsätzlich sollte man meiner Meinung nach in bewohnten Gebäuden und an Möbeln nur im äußersten Notfall mit chemischen Mitteln gegen Schädlinge vorgehen, da es eigentlich genügend alternative Mittel und Wege gibt um einen guten und mindestens ebenso wirkungsvollen Holzschutz zu gewährleisten. Allerdings sind gerade bei Neubau und Sanierungen von Gebäuden auf jeden Fall die gesetzlichen Bestimmungen zum Holzschutz zu beachten, um keine unnötigen Ordnungswidrigkeiten zu begehen, die durchaus teuer werden können. Wie so oft macht es auch im Bereich Holzschutz Sinn mit Fachleuten und Experten gemeinsam Wege und Lösungen zu suchen, anstatt auf eigene Faust nach der „Versuch und Irrtum“ Methode herumzuexperimentieren. Das gilt vor allem beim Bautenschutz und bei der Bekämpfung eines aktuellen Schädlingsbefalls!

Ich wünsche viel Erfolg beim Holzschutz!

ble
n.a.
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