Mittel gegen Mücken gesucht? Alle Tipps gegen die Mückenplage!

Welche Mittel gegen Mücken helfen bei einer Mückenplage? Alle Wirkstoffe der Mückenmittel werden erklärt und Hausmittel gegen Mücken vorgestellt.

Mücke auf einem Finger am Blut saugen
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Mückenmittel – was hilft gegen Mücken?

Mücken, genauer gesagt Stechmücken sind immer wieder ein echtes Ärgernis in den warmen Monaten. Gerade hat man es sich im Garten bequem gemacht, umschwirren einen die Biester und versuchen ihren ganz persönlichen Blutcocktail bei uns zu ergattern. Auch nachts, wenn das Licht aus ist und das enervierende Sirren der Mücken zu hören ist, sehnt man sich nach einem guten Mittel gegen Mücken um die Plagegeister wieder loszuwerden. Um im Sommer möglichst Ruhe vor den Tieren zu haben und erst gar keine Mückenplage entstehen zu lassen, soll dieser Artikel einen Überblick über Hausmittel gegen Mücken, aber auch konventionelle Mittel gegen Mücken geben. Weiterlesen wird sich also lohnen, versprochen! :-)

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
    mueckenplage-mittel-gegen-muecken.php

  1. Was sind Mücken und warum stechen sie?
  2. Welche Mückenmittel gibt es?
  3. Mückenmittel mit zweifelhaftem Schutz
  4. Weitere Tipps und Infos
  5. Produktvorschläge
  6. Weiterführende Artikel

Was sind Mücken eigentlich, und warum stechen sie?

Weltweit gibt es eine Unzahl an Mückenarten und deren Unterarten. Bei uns in Deutschland sind ca. 50 Arten heimisch. Mücken gehören zu den zweiflügeligen Fluginsekten und werden meist zwischen 2 und 10 Millimeter groß. Alle vorkommenden Arten vermehren sich im Frühjahr bis Herbst und durchlaufen 3 Stadien bis zum ausgewachsenen Tier. Mückenlarven im WasserVom Ei zur Larve und dann zum Fluginsekt. Die Larven entwickeln sich fast immer in stehenden, oder schwach fließenden Gewässern, daher ist es immer wieder wichtig zu sagen, dass ein gutes, vorbeugendes Hausmittel gegen Mücken das Abdecken aller im heimischen Garten befindlichen, stehenden Wasserstellen (Regentonnen, Wassereimer, Gießkannen, Topfpflanzenuntersetzer etc.) ist, um ein massenhaftes Vermehren und damit eine Mückenplage zu verhindern. Wussten Sie schon, dass nur die weiblichen Mücken stechen? Sie benötigen für die Eierproduktion die im Blut enthaltenen Proteine. Innerhalb von vierzehn Tagen werden nach einer Blutmahlzeit bis zu 300 Eier von den Weibchen gelegt. Die Mundwerkzeuge der Männchen dagegen sind zurückgebildet und dienen nur zur Aufnahme von Wasser und Pflanzensäften.

Angezogen werden Mücken durch Körpergeruch (auch von süßlichen Deos oder Haarsprays), Kohlendioxidanstieg durch ausgeatmete Luft und durch die Körpertemperatur von Warmblütern. Das Jucken das Sie nach einem Stich bemerken, entsteht aufgrund des Speichels der Mücke, der für eine langsamere Blutgerinnung sorgt.

Mehr über Mücken und die verschiedenen Mückenarten mit ihren Eigenheiten finden sie in diesem interessanten Artikel: Mückenarten

Welche Mückenmittel gibt es und was taugen sie?

Eine Auswahl an Mückenmitteln mit verschiedenen WirkstoffenEs gibt im Handel eine schier endlose Zahl an Mückenmitteln, die angeblich alle bestens vor Mückenstichen schützen sollen. Das hier nicht alle vollmundigen Versprechen der Herstellen gehalten werden zeigt schon der Mückenmitteltest der Stiftung Waren Test vom Juni 2014 in dem gerade mal 4 der 21 getesteten Mittel mit der Note „gut“ abschneiden können. Welche Wirkstoffe die Mückenplage am besten eindämmen können und was man ansonsten noch tun kann um auch mit Hausmitteln gegen Mücken vorzugehen lesen sie im Überblick in der folgenden Liste.

  • Icaridin
    Icaridin ist ein wirkungsvoller Schutz vor Mücken, der relativ wenige Nebenwirkungen aufweist. Die Schutzwirkung beruht darauf, dass Mücken aufgrund des Geruchs abgeschreckt werden. Nach dem Auftragen bietet dieses Mückenmittel einen schützenden Duftmantel auf Ihrer Haut. Die Wirkungsdauer beträgt je nach Konzentration circa acht Stunden. Dieser Wirkstoff ist Beispielsweise in den Mückenmitteln Autan, Parazeet oder Ballistol enthalten. Aber Achtung: Personen bei denen eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Icaridin vorliegt, können mit Juckreiz sowie Hautrötungen und Hautschuppen auf die Nutzung reagieren.
  • DEET
    Der Wirkstoff DEET (Diethyltoluamid), wirkt im Vergleich mit anderen Wirkstoffen am längsten gegen die Mückenplage. Hiermit können Sie diverse Mückenarten über mehrere Stunden abwehren. Der einzige Nachteil wie auch bei vielen anderen Mitteln gegen Mücken ist, dass es bei sensiblen Personen auch ohne direkten Kontakt die Augen reizt. Der Wirkstoff gilt auch als Schleimhautreizend. Es empfiehlt sich vor Anwendung dieses Produkts, ihren Arzt zu konsultieren, da DEET durch die Haut in den Blutkreislauf gelangen kann und somit unerwünschte Nebenwirkungen im Nervensystem hervorrufen könnte. Mückenmittel mit diesem Wirkstoff sind zum Beispiel Anti Brumm Forte oder Nobite.
  • PMD
    Außerdem wird auch immer wieder der Wirkstoff PMD (Para-Methan 3,8-diol) als Mückenschutz in Mückenmitteln verwendet. Dieses Mittel gegen Mücken ist tendenziell in seiner Wirkdauer kürzer als die beiden vorgenannten Mückenmittel. Außerdem ist darauf zu achten keinesfalls die Augen damit zu berühren, da es stark augenreizend ist. Eine ganze Reihe Mückenmittel nutzen diesen Auszug aus einem ätherischen Öl. So ist es zum Beispiel in Produkten von Greensect, Noskito oder Effitan enthalten.
  • EBAAP
    Als vierter Wirkstoff im Bunde der Mittel gegen Mücken ist noch Ethyl-Buthylacetylaminopropionat (kurz EBAAP) zu nennen. Es ist gut Allergie- und Hautverträglich und ist weniger reizend für Schleimhäute und Augen wie die vorgenannten Mittel, kann aber in seiner Wirksamkeit auch nicht ganz mit den anderen Mückenmittel mithalten.
  • Mückengitter / Moskitonetze
    Mechanische Vorkehrungen als Hausmittel gegen Mücken, wie der Einsatz von Fliegengittern, sind eine der wirkungsvollsten Methoden um sich vor einer Mückenplage zu schützen. Gerade um die Mücken aus geschlossenen Räumen effektiv auszusperren und Nachts in Ruhe schlafen zu können sind Fliegengitter mit möglichst feinen Maschen (etwa 1,2mm) eine gute Wahl.
  • Wasserstellen abdecken
    Wie bereits weiter oben im Artikel erwähnt macht es im Kampf (oder zur Vorbeugung) gegen eine Mückenplage hochgradig Sinn alle Wasserstellen abzudecken, da sie eine ideale Brutstätte für Mücken abgeben. Sie können Brutstätten in Regentonnen auch mit speziellen Tabletten bekämpfen. Als Wirkstoff wird der Bacillus thuringensis israelensis (Bti), der in den Anti-Mückentabletten enthalten ist, eingesetzt. Dieses mikrobiologische Mittel ist für den Menschen und andere Tiere völlig unbedenklich, da nur bestimmte Mückenarten auf dieses Mückenmittel auf Basis eines Bakteriums reagieren. Bti wird auch in Naturschutzgebieten zur großflächigen Bekämpfung von Mückenplagen eingesetzt. Es ist in Baumärkten oder im Gartenfachhandel wie schon erwähnt als Tabletten oder auch in flüssiger Form zu finden.
  • Duftöle
    Da Mücken einen empfindlichen Geruchssinn haben, ist der Einsatz von diversen Duftstoffen effektiv. Mücken mögen den Geruch von Lavendel, Sandelholz, Zitronenmelisse oder Geranie nicht. Duftkerzen helfen in gewissen Maßen die Plagegeister etwas auf Distanz zu halten. Pflanzen wie die Geranie oder Zitronenmelisse zeigen ebenfalls einen Effekt und bieten als Hausmittel gegen Mücken einen einfach umzusetzenden Schutz gegen die Plagegeister. Die Wirkstoffe von Geranie und Co. gibt es auch zum Auftragen auf die Haut. Der Nachteil ist, dass die Wirkdauer der ätherischen Öle recht kurz ist und somit regelmäßig neu aufgetragen werden muss um einen dauerhaften Schutz gewährleisten zu können. Davon ab können auch ätherische Öle durchaus Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Bitte vor großflächigem Einsatz erst auf entsprechende Reaktionen testen!“
  • Klimaanlage
    Klimaanlagen (falls vorhanden) dienen in Innenräumen als schnelle Abhilfe, da Mücken keine Kälte, Zugluft und Wind mögen. Aber Vorsicht! Damit sie sich nicht selbst durch Zugluft oder entsprechend starkes Herunterkühlen erkälten, immer nur in Maßen einsetzen.
  • Fliegenklatsche
    Die gute alte Fliegenklatsche sollte nicht vergessen werden, schon bei der ersten Mücke im Frühling sollten sie diese durch einen Schlag vernichten. Denn weibliche Mücken können überwintern und sind je nach Temperatur schon recht früh im Jahr wieder unterwegs um eine Blutmahlzeit zu finden.
  • Räucherstäbchen
    Auch Räucherstäbchen, Mückenspiralen und Biozidverdampfer bieten einen gewissen Schutz. Sie sollten aber gerade in Innenräumen mit Bedacht eingesetzt werden, da die Rauchgase und Aerosole der Gesundheit nicht wirklich zuträglich sind. Besser nur auf Balkon und Terrasse einsetzen um die Mückenplage auf Abstand zu halten. Kinderzimmer sind für den Einsatz auf jeden Fall Tabu!

Mückenmittel mit zweifelhaftem Schutz

Wie so oft auch in anderen Branchen versuchen immer wieder Unternehmen aus der Not der Leute Profit zu schlagen und bieten „hochinnovative“ und besonders wirkungsvolle Mittel gegen Mücken an. Leider halten diese Mittel und Gerätschaften oft nicht was sie versprechen, sind ganz wirkungslos oder im schlimmsten Fall sogar gefährlich oder gesundheitsschädlich. Im Folgenden einige, unserer Meinung nach, nicht zu empfehlende Anti-Mückenmittel. Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

  • Mückenarmbänder
    Mückenarmbänder setzen meist ätherische Öle wie Citronella, Geraniol oder Lavendelöl frei. Geraniol kann bei empfindlichen Menschen eine allergische Reaktion hervorrufen. Lavendel- und Citronella Öle reizen die Haut, Augen und Schleimhäute. Mückenarmbänder zeigen im Allgemeinen keine Wirkung und sind eher ein nettes Accessoire. (siehe auch oben genannten Stiftung Warentest Test)
  • Ultraschall
    Ultraschall Insektenschutz sollen durch einen hochfrequenten Ton Mücken und anderes Ungeziefer abwehren. Die Wirkung kann in vielen Fällen aber durchaus angezweifelt werden. In Tests mit einigen Geräten haben sich die Mücken in keinster Weise von den hochfrequenten Wellen abschrecken lassen.
  • Pyrethroide
    Sprühflaschen mit Insektiziden für die Kleidung, enthalten giftige Pyrethroide, die auch für den Menschen durchaus gesundheitlich bedenklich sein können. Die Mittel wirken zwar gut (und tödlich) auf Mücken aber aufgrund der genannten Gefahren sollten sie wirklich nur selten zum Einsatz kommen.

Weitere Tipps und Infos

Wenn Sie gestochen wurden, sollten sie den Mückenstich schnellstens kühlen, kühlende Salben, Kühlpacks, Zwiebel und Antijuckreiz-Gele bringen Linderung. Auf dem Markt gibt es einige Produkte mit einer geringen Menge an Kortison oder Antihistaminika die gute Wirkung zeigen.

Bitte immer bedenken, dass kein Repellent hundertprozentigen Schutz bietet. Aus diesem Grund schützen Sie sich in Gebieten, in denen durch Mücken auch gefährliche Krankheiten übertragen werde können unbedingt zusätzlich auch durch entsprechende Kleidung (lange, an Armen und Beinen möglichst weite Kleidung) oder mit engmaschigen Moskitonetzen vor den Angriffen der Blutsauger.

Lassen sie die Fenster im Sommer möglichst geschlossen oder setzen sie Fliegengitter in die Fenster ein um im Haus mückenfrei zu bleiben. Baby hinter MoskitonetzHierzulande reichen Maschenweiten von etwa 2mm für einen wirksamen Schutz aus, in südlicheren Ländern ist eine Maschenweite von etwa 1,2mm und kleiner die sicherere Alternative.

Reiben sie Säuglinge und Kleinkinder unter 3 Jahren nicht mit chemischen Mückenmitteln ein um keine allergischen Reaktionen auszulösen und um Schädigungen der Schleimhäute zu vermeiden. Gerade auch augenreizende Stoffe (s.o.) sind bei Kleinkindern bedenklich, da sich die Kinder gerne auch mal die Mittel durch anfassen in die Augen reiben. Lieber lange Kleidung anziehen und über den Kinderwagen ein Moskitonetz spannen um einen guten Schutz auch ohne Mückenmittel zu gewährleisten.

Last but not Least: Achten sie immer auf die Anwendungshinweise auf den Verpackungen der Mittel gegen Mücken und dosieren sie die Anwendungsmengen nie höher als dort angegeben.

Viel Erfolg im Kampf mit der Mückenplage!

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