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Wühlmäuse im Garten? Wühlmäuse bekämpfen – so geht’s richtig!

Sie haben Wühlmäuse im Garten entdeckt? Dieser Artikel erklärt ausführlich wie sie effektiv Wühlmäuse vertreiben und Wühlmäuse bekämpfen.

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Hilfe! – Wühlmäuse im Garten!

Kaum ein ambitionierter Gärtner kennt die kleinen aufgeworfenen Erdhügel und die zerstörten Pflanzen in den Beeten nicht, welche die Wühlmäuse hinterlassen, wenn sie ihre Gänge auf der Suche nach Futter graben. Auch wenn man dieses Szenario selbst noch nicht erlebt hat, findet sich im Bekanntenkreis sicher mancher von der Wühlmaus heimgesuchte, der mit seiner Geschichte sicher nicht nur auf Mitleidfang ist. Aber was tun wenn Wühlmäuse im Garten ihr Unwesen treiben? In diesem Artikel möchte ich die Wühlmäuse einmal näher vorstellen und ihnen helfen die Wühlmäuse zu vertreiben. Wenn Sie also Wühlmäuse bekämpfen wollen, sind sie hier richtig.


Wühlmäuse – Aussehen und Lebensgewohnheiten

Um zweifelsfrei festzustellen, ob auch wirklich Wühlmäuse im Garten ihr Unwesen treiben sollte man vor der Bekämpfung sicher erstmal etwas über ihr Aussehen und Wirken wissen.
Wühlmäuse sind für ihre Spezies recht groß. So können manche Tiere bis zu 20cm lang werden. Ihre Fellfarbe reicht von einem hellen Ocker Ton bis hin zu dunkel braunem Fell, wobei die Bauchunterseite immer etwas heller wie der Rest des Körpers eingefärbt ist. Anders als oft vermutet ist die Wühlmaus kein nachtaktives Tier, sondern quasi dauerhaft aktiv. Ihr Lebensrhythmus wird bestimmt durch mehrstündige Aktivphasen die mit Schlafphasen abwechseln. Übrigens machen Wühlmäuse auch keinen Winterschlaf und treiben bei entsprechenden Bodenverhältnissen ihr Zerstörungswerk auch in der kalten Jahreszeit voran.

Ihre Hauptnahrungsquelle sind alle Arten von Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, aber auch das Blattwerk von vielen Pflanzen- und Gemüsearten verschmähen die Tiere nicht. Die Wühlmäuse müssen etwa 100 Gramm Pflanzenteile pro Tag aufnehmen. Man kann sich sicher gut vorstellen, dass bei einem Befall durch mehrere Tiere schnell eine verheerende Wirkung dieser Gefräßigkeit eintritt. Grund genug mit dem Wühlmäuse bekämpfen nicht allzu lange zu warten.

Anders als beim Maulwurf, lässt sich ein Befall durch Wühlmäuse meist nicht auf den ersten Blick erkennen. Sie werfen zwar auch gelegentlich kleine Erdhaufen an Zugängen auf, diese sind aber wesentlich kleiner und seltener als die dicken Erdhügel bei Maulwürfen. Auch lässt sich an der Form der Gänge und am Auslass des Gangsystems gut erkennen ob hier Wühlmäuse oder Maulwürfe am Werk sind. Wühlmäuse bauen aufgrund ihrer Grabtechnik nach oben gewölbte Ovalgänge, die etwa 5cm breit und bis 10cm hoch sind. Der Ausgang ist immer schräg zur Oberfläche angelegt (beim Maulwurf senkrecht in die Erde gehend). Ein Gangsystem kann durchaus einige Kilometer lang sein und die Gänge liegen meist nur wenige Zentimeter unter der Oberfläche, können aber auch bis zu 30cm tief in den Boden gehen.

Wie fast alle Mäusearten sind Wühlmäuse sehr fruchtbar und schon sehr früh Geschlechtsreif, sodass bei guten Lebensbedingungen einen regelrechte Wühlmausplage innerhalb kurzer Zeit entstehen kann. Ein Wühlmäuse bekämpfen oder Wühlmäuse vertreiben wird ab einer gewissen Population sehr mühsam werden, daher ist schnelles und effektives Handeln beim Wühlmäuse bekämpfen wirklich wichtig. Da in den Wintermonaten keine Vermehrung stattfindet, ist eine Wühlmausbekämpfung in den kalten Monaten wesentlich effektiver.

Wühlmäuse im Garten bekämpfen – Vorbeugung

Gerade wenn sie ein neues Haus mit Grundstück beziehen, sollten sie mal in der Nachbarschaft nachfragen, ob in der Gegend bereits Wühlmäuse aufgefallen sind. Hier bietet es sich bei Umgestaltung des Gartens an, rundherum eine Maschendrahtbarriere gegen die Zerstörer einzugraben. Wühlmaus an einem Zaun - Wühlmäuse bekämpfenDamit ist ein Wühlmäuse vertreiben bzw. fernhalten sehr effektiv möglich. Dabei wird ein Maschendraht mit höchstens 12mm Maschenweite ca. 40-50cm unterirdisch und ebenso hoch oberirdisch am Zaun entlang (oder dem zu schützenden Bereich entlang) eingegraben. Da Wühlmäuse meist oberirdisch in neue Gebiete einwandern ist zum Wühlmäuse vertreiben leider auch ein oberirdischer und somit sichtbarer Schutz leider nicht vermeidbar, wenn man die Tiere dauerhaft abhalten möchte.

Wer neue Obstbäumchen oder andere Ziergehölze in einer Wühlmausgegend anpflanzen möchte, kann zum Schutz um die Wurzelballen einen Drahtkorb anbringen oder aber auch hier eine unterirdische Barriere (min. 40cm tief) aus einem geschlossenen Maschendraht einbringen. Hier reicht meist ein unterirdischer Verlauf der Schutzbarriere aus.

Wühlmäuse bekämpfen – verschiedene Wühlmausfallen

Wer im heimischen Garten Wühlmäuse bekämpfen möchte wir damit einer unüberschaubaren Zahl Wühlmausfallen im Fachhandel überschüttet. Folgend zur Übersicht eine kurze Liste verschiedener Wühlmausfallen und weitere Möglichkeiten zum Wühlmäuse bekämpfen und Wühlmäuse vertreiben.

  • Die Schussfalle
    Anders als bei diesem Namen vermutet werden sollte, werden die Wühlmäuse bei dieser Fallenart nicht erschossen. Vielmehr zerstört diese Wühlmausfalle die Lungen der Tiere durch entstehenden Überdruck im Gangsystem wenn sie bei Berührung ausgelöst wird.
    Nachteil: Anschaffungskosten relativ hoch, nicht ganz ungefährlich, Folgekosten entstehen durch Nachkauf neuer Platzpatronen.
    Vorteil: Effektiver und zuverlässiger Helfer beim Wühlmäuse bekämpfen.
  • Die Röhrenfalle
    Wer Wühlmäuse nicht töten möchte, kann auf sogenannte Röhrenfallen zur Wühlmausbekämpfung zurückgreifen. Diese Wühlmausfallen werden in das Gangsystem eingesetzt und besitzen kleine Türchen, die nur nach innen öffnen können.
    Nachteil: Muss täglich mehrfach auf Fang geprüft werden (Tierschutz), Verletzungsgefahr beim entnehmen/freilassen der Wühlmäuse.
    Vorteil: Einfacher Aufbau und Handhabung, günstig in der Anschaffung, da beidseitiger Eingang ist vorhanden Stellrichtung egal.
  • Die Kastenfalle
    Auch Kastenfallen tun gut ihren Dienst beim Wühlmäuse bekämpfen. Allerdings sollten immer zwei Fallen auf einmal genutzt werden, da die meisten einfachen Kastenfallen nur auf einer Seite einen Eingang haben und man nicht weiß in welcher Richtung des Ganges sich die Wühlmaus befindet. Sie sollte nicht in der Nähe von Ausgängen mit aufgeworfenen Erdhaufen aufgestellt werden da dies meist nur wenig benutzte Seitengänge kennzeichnet.
    Nachteil: Etwas aufwändig zu installieren, muss mindestens einmal täglich kontrolliert werden (Lebendfalle), es werden meist zwei Fallen benötigt.
    Vorteil: relativ günstig, robuste Konstruktion.
  • Wühlmäuse begasen
    Da der Begriff „vergasen“ bei uns Deutschen schnell zu beklemmenden Konnotationen führt, spricht man beim Wühlmäuse bekämpfen in der Regel vom „begasen“ der Tiere. Das Begasen ist eine Bekämpfungsform, die normalerweise nur Fachleuten überlassen sein sollte, da effektives bekämpfen der Wühlmäuse im Garten nur mit Spezialgerät durchgeführt werden kann und auch gewisse Gefahren für die eigene Gesundheit bestehen, wenn man unsachgemäß mit den Gasen hantiert. Beim Begasen werden über einen Kompressor Kohlenmonoxid- oder Phosphorwasserstoffgase in das Gangsystem gedrückt und so den Wühlmäusen recht effektiv der Garaus gemacht. Da beide Gase schwerer als Luft sind, sinken sie auch in tiefer gelegene Gänge ab und entweichen nicht einfach an die Oberfläche.
    Nachteil: Teuer in der Anwendung, Fachmann benötigt, Spezialgeräte notwendig.
    Vorteil: Effektiv und schnell.
  • Giftköder nutzen
    Natürlich lassen sich auch mit Giftködern Wühlmäuse bekämpfen. Allerdings macht der Einsatz meist nur in den Monaten November bis etwa Ende März Sinn, da in den warmen und vegetationsreichen Monaten die Köder gerne von den Wühlmäusen verschmäht werden. Welcher Wirkstoff in den im Fachhandel erhältlichen Ködern enthalten ist, ist im Prinzip egal, wobei die direkteste Wirkung mit Wühlmausködern auf Zinkphosphid Basis erzielt wird.
    Nachteil: Bei starkem Befall nicht immer günstig, Tiere verenden meist qualvoll, keine direkte Erfolgskontrolle.
    Vorteil: Bei richtiger Anwendung ist effektives Wühlmaus bekämpfen möglich, relativ einfach in der Anwendung.

Tipps zum Wühlmäuse bekämpfen

  1. Lassen sie die Fallen vor dem Einsatz ein, zwei Tage draußen mit Erdkontakt liegen um den Eigengeruch der verwendeten Materialen durch den Erdgeruch zu überdecken (Wühlmäuse haben empfindliche Nasen).
  2. Prüfen sie vor dem Einsatz einer Falle ob die Gänge noch bewohnt werden. Öffnen sie dazu ein Stück weit einen gefundenen Gang. Wird dessen Ende nicht innerhalb von 24 Stunden mit Erde verschlossen, ist kein Leben mehr in der Bude.
  3. Nutzen sie sowohl beim Aufstellen, als auch beim Prüfen und Entnehmen immer Handschuhe um ihren Körpergeruch nicht auf die Falle zu übertragen.
  4. Reiben sie die ganze Wühlmausfalle mit dem Köder ab um den Eigengeruch noch stärker zu überdecken.
  5. Warten sie mit der Wühlmausbekämpfung nicht unnötig ab. Von selbst gehen die erst wieder, wenn es nichts mehr bei ihnen zu holen gibt.
  6. Die beste Zeit zum Wühlmäuse bekämpfen sind immer die kalten Monate, da sie sich in dieser Zeit nicht Fortpflanzen und somit eine Bekämpfung schneller geht.
  7. Achten sie beim Freilassen aus Lebendfallen darauf, dass die Wühlmaus weit weg von bewohntem Gebiet in die Freiheit entlassen wird um eine erneute Einwanderung zu verhindern.

Wühlmäuse vertreiben – Hausmittel im Einsatz?

Wühlmäuse vertreiben ist mit Hausmitteln nur in Ausnahmefällen tatsächlich dauerhaft möglich. Im Internet kursieren zwar viele (zum Teil sehr kreative) Ideen wie man angeblich Wühlmäuse im Garten vertreiben kann, die aber meinem Wissen nach alle nicht wirklich verifizierbar sind. Oft entpuppen sich angebliche Erfolge nur als ein eigenständiges Abwandern/Weiterwandern der Wühlmäuse in Nachbars Garten und sind nur scheinbar auf Ätherische Öle, Terpentin oder Menschenhaare zurückzuführen. Bedenken sie, dass jeder Tag, der mit experimentieren verbracht wird einigen ihrer Pflanzen den Tod durch Wühlmausfraß bringen wird ;-) In diesem Sinne: Viel Erfolg beim Wühlmäuse bekämpfen!

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