Erfolgreich Mäuse fangen - Alles zu Mausefallen und Mäusegift

Mäuse fangen in Haus und Wohung - Darauf müssen sie achten! Alle Möglichkeiten von der Mausefalle über Mäusegift bis hin zu Katzen als Mäusefänger erklärt.

Maus sitzt auf einem Stück Käse auf einer Mausefalle
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Mit Speck fängt man Mäuse! Oder?

Sie wollen effektiv und schnell Mäuse fangen? Als ausführliche Ergänzung zum Artikel Mäuse bekämpfen soll dieser Artikel über alle (sinnvollen) Möglichkeiten zur Mäusebekämpfung (wie z.B. Mausefallen und Mäusegift) aufklären und dazu ebenfalls Tipps und Hilfestellung zur Vorbeugung gegen ein Einwandern von Mäusen bieten. Darüber hinaus wird an dieser Stelle auch noch einmal darauf eingegangen warum sie keine Selbstbauanleitungen aus dem Internet für Mausefallen und Mäusegift nutzen sollten. Ein ganzer Haufen Informationen also, die ihnen hoffentlich beim Mäuse fangen helfen werden. Viel Spaß beim Lesen!

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Die Vorbeugung – was kann man tun?
  2. Mäuse fangen – Mausefalle und Co.
  3. Die Schlagfalle
  4. Die Lebendfalle
  5. Welcher Köder ist der richtige?
  6. Vor- und Nachteile von Mäusegiften
  7. Der Umgang mit Mäusegift
  8. Katzen als Mäusefänger?
  9. Was sie nicht tun sollten...
  10. Produktvorschläge
  11. Weiterführende Artikel

Die Vorbeugung – was kann man tun?

Um sich gar nicht erst mit dem Thema Mäuse fangen, Mausefalle und Mäusegift auseinander setzen zu müssen sollen an dieser Stelle einige Tipps zur Prävention gegeben werden, damit sie zukünftig vielleicht keine Probleme mehr mit Mäusen im Haus haben werden.

  1. Versuchen sie nach Möglichkeit alle Zugänge von außen zu verschließen durch die Mäuse ins Haus eindringen können. Gerade bei älteren Häusern gibt es häufig viele kleine Schlupflöcher im Keller und im Dachboden durch die Mäuse (aber auch Ratten und Marder etc.) eindringen können. Bedenken sie dabei, dass bereits daumendicke (ein ausgewachsener männlicher Daumen) Löcher ausreichen um den erstaunlich flexiblen Nagern Zugang zu gewähren. Verstopfen sie die Löcher nicht mit Papier oder ähnlich weichen Materialien, da die Mäuse solche Pfropfen einfach wieder öffnen. Das gilt insbesondere wenn der Weg schon im Vorfeld von anderen Mäusen benutzt wurde. Besser mit Schnellzement, Metall, Holz oder Stein verschließen.
  2. Auch über Regenrinnen und von dort aus unter den Dachpfannen her ist ein beliebter Einstieg ins Haus für Tiere aller Art. Es gibt so genannte Traufgitter, die unterhalb der untersten Dachziegelreihe angebracht werden und gut ein Einwandern von Mäusen auf den Dachboden verhindern können.
  3. Achten sie vor allem bei allen älteren Türen und Toren darauf, dass der Türschlitz am Boden möglichst eng am Boden abschließt. Ein zwei Zentimeter breiter Spalt reicht aus um Mäusen einen Zugang zu geben. Es gibt im Handel flexible Gummilippen, die hier Abhilfe schaffen können und nebenbei unter Umständen auch noch Energiesparen helfen.
  4. Bewahren sie keine für Mäuse interessante Lebensmittel offen in Lagerregalen auf. Verpackungen aus Papier, Pappe und Kunststofftüten sind eine leichte Beute für die Nager, wenn sie erstmal ins Haus gelangt sind. Besser alle Lebensmittel in Glas- oder feste Kunststoffbehälter abfüllen und dann einlagern.
  5. Verschüttete Lebensmittel am besten immer sofort und gründlich entfernen um den Mäusen ihr Futter nicht auch noch auf dem Silbertablett zu servieren.
  6. Abfälle nie lange im Haus lagern, sondern zeitig in die Mülltonne entsorgen. Mülleimer im Haus sollten fest schließende Deckel haben um den Mäusen den Zugang zu erschweren.
  7. Komposthaufen immer möglichst weit vom Gebäude entfernt anlegen um es den Tieren nicht noch unnötig leicht zu machen durch kurze Laufwege vom Nest zur Nahrungsquelle ein bequemes Leben führen zu können.
  8. Auf keinen Fall Fleischreste und Knochen auf dem Kompost entsorgen, da hierdurch nicht nur Ratten magisch angezogen werden. Tierische Abfälle gehören immer und ausnahmslos in die Mülltonne!
  9. Vergittern sie alle Kellerfenster um den Mäusen keinen extrabequemen Einstieg ins Haus zu gewähren.

Mäuse fangen – Mausefalle und Co.

Sind die Mäuse erstmal im Haus, gilt es zügig zu handeln, da zum einen die Mäuse wie im vorigen Artikel schon beschrieben eine sehr hohe Fortpflanzungsrate haben und zum andern jeder Tag länger neue Verschmutzung und ggf. Beschädigungen durch Nagerfraß entstehen. Wer Mäuse fangen und bekämpfen will wird im Handel geradezu erschlagen an Möglichkeiten und Angeboten. Nehmen wir an dieser Stelle doch mal gemeinsam als erstes die klassischen Mausefallen unter die Lupe.

Die Schlagfalle

Die klassische, und allseits bekannte Mausefalle ist die Schlagfalle. Bei ihr wird ein Köder auf einem Auslösemechanismus aufgebracht, der bei Berührung durch die Maus einen Metallbügel, der über eine Feder gespannt wurde, auf die Maus schnellen lässt. Es gibt sie in unzähligen Ausführungen von ganz schlicht und günstig bis hin zu „hightech“ Fallen von namhaften Anbietern, die ein vielfaches der einfachen Mausefallen kosten. Die teureren Mausefallen zeichnen sich meist durch einen robusteren und langlebigeren Aufbau aus und auch die Schlagkraft ist oft deutlich höher als bei den einfachen Modellen für wenige Euro. Daneben ist die Handhabung meist etwas komfortabler und einfacher gestaltet.

Vorteile von Schlagfallen

  • Sie tun zuverlässig ihren Dienst,
  • sind günstig in der Anschaffung,
  • einfach zu bedienen,
  • haben keine Folgekosten.
  • Keine Kadaversuche nötig.

Nachteile von Schlagfallen

  • Es besteht Verletzungsgefahr für Kinder und Haustiere.
  • Sie müssen (laut Tierschutzgesetz) zwei Mal täglich kontrolliert werden,
  • nicht immer werden die Tiere sofort getötet.
  • Schlagfallen müssen regelmäßig neu mit einem Köder bestückt und umgesetzt werden um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden.

Tipp: Achten sie beim Einsatz von Schlagfallen zum Mäuse fangen darauf, die Fallen immer in den auch offensichtlich benutzten Laufwegen aufzustellen, da ansonsten ein Fangerfolg schnell ausbleibt. Mäuse laufen meist in der Nähe von Wänden und von Schutz zu Schutz. Stellen sie Schlagfallen immer so auf, dass Kinder und Haustiere die Fallen nicht auslösen können!



Die Lebendfalle

Für alle, denen eine Schlagfalle zum Mäuse fangen zu grausam erscheint, gibt es im Handel so genannte Lebendfallen (auch Kastenfallen genannt). Kastenfallen zeichnen sich dadurch aus, dass hier ein Drahtkasten meist auf einer kleinen Maus in Kastenfalle gefangenHolzplatte befestigt wurde, der auf beiden Seiten eine Klappe aufweist. Die eine Öffnung ist mit einem kleinen Riegel verschlossen und dient nur dazu bequem einen Köder in der Lebendfalle zu deponieren. Die andere Klappe wird über einen Federmechanismus gespannt und lässt die Klappe zuschnellen, wenn die Maus im Inneren der Kastenfalle an einen Auslösehebel stößt. Es gibt noch andere Varianten der Kastenfallen, die nicht mit Feder und Klappe arbeiten, sondern mit einem Zugang aus Draht, der zwar ein Eindringen in die Mausefalle ermöglicht, aber es den Tieren unmöglich macht wieder durch das Loch zu entkommen. Die Handhabung und Aufstellorte sind denen von Schlagfallen gleich. Achten sie beim Aufstellen darauf, dass der Auslösehebel wirklich bei der kleinsten Berührung frei wird um auch vorsichtige Mäuse zu fangen.

Vorteile von Lebendfallen

  • Sie sind günstig in der Anschaffung,
  • leicht zu bedienen,
  • und sehr tierfreundlich.
  • Keine Folgekosten nötig.
  • Keine Kadaversuche nötig.
  • Es besteht keine Verletzungsgefahr.

Nachteile von Kastenfallen

  • Nutzungsaufwand ist höher, da Tiere ausgesetzt werden müssen.
  • Vis a vis mit einer lebenden Maus ist nichts für jeden.
  • Auch Lebendfallen müssen alle 12 Stunden kontrolliert werden um die Tiere nicht zu quälen.
  • Handhabung je nach Modell manchmal etwas „fummelig“.

Achten sie unbedingt darauf gefangene Mäuse weit vom Haus wieder auszusetzen. 500 Meter Luftlinie sollten es schon sein um sicher ein erneutes Einwandern ins Haus zu vermeiden.

Setzen sie die Lebendfallen regelmäßig etwas um, damit Gewöhnungseffekte vermieden werden. Auch ist es ratsam die Fallen (wie auch Schlagfallen) nicht mit bloßen Händen anzufassen um den Menschengeruch nicht an die Falle zu übertragen (Einmalhandschuhe nutzen). Am besten vor dem ersten Einsatz gründlich mit Wasser abwaschen (keine Spülmittel verwenden) oder bei Regenwetter ein, zwei Tage draußen stehen lassen.

Tipp: Sollte die Kastenfalle zum wiederholten Male nicht auslösen und der Köder wurde trotzdem gefressen, schneiden sie ein Stück leere Toilettenpapierrolle ab (so lang, dass sie etwa 2/3 der Kastenhöhe hat) und positionieren sie sie auf dem Köder mittig über dem Auslösehebel in der Falle (siehe Bild). So muss die Maus wesentlich mehr klettern und sich um den Hebel bewegen, um an den Köder zu gelangen und die Chance, dass die Falle auslöst ist enorm vergrößert.

Welcher Köder ist für Schlag- und Lebendfallen der richtige?

Ein Punkt, der immer wieder zu heftigen Diskussionen führt. Welcher Köder lockt denn nun am besten die Mäuse in die Mausefalle? Generell gilt, dass Mäuse im Prinzip Allesfresser sind. So langen sie bei Getreide, Käse, Speck, Schokolade, Tierfutter, Quark, Nüssen, Hülsenfrüchten und Süßigkeiten gerne zu. Leckere Mäuseköder - Auswahl von Käse, Speck, Nutella und ErdnusscremeSomit können im Prinzip alle möglichen Lebensmittel zu einem Fangerfolg führen. Allerdings fressen sich die Mäuse nie an einer Stelle satt, sondern knabbern recht ausgewogen mal an diesem und an jenem. Somit macht es Sinn den Tieren einen Köder anzubieten, dessen Futter sie so sonst in der Nähe nicht finden können. Davon ab sind auch bei Mäusen die Geschmäcker verschieden. Das heißt am Ende hilft es nur auszuprobieren welche Lebensmittel zum Erfolg führen. Ich selbst habe regelmäßig sehr gute Fangerfolge mit Nuss-Nugat-Creme (Nutella) und Erdnussbutter machen können. Nuss-Nugat-Creme (und auch Erdnussbutter) hat auch den Vorteil, dass sie nicht verschleppt werden kann, da sie an der Falle gut haften bleibt. Mit Käse und Wurst war mir dagegen kein großer Erfolg beschieden.

Vor- und Nachteile von Mäusegiften (Rodentizide)

Die einen lehnen Mäusegift im Kampf um die Haushoheit strikt ab und die anderen schwören auf dessen Einsatz. Im Folgenden möchte ich einige Wirkstoffe, deren Vor- und Nachteile, sowie den richtigen Einsatz von Mäusegiften beschreiben. Hat sich im Haus über einen längeren Zeitraum eine Mäusesippe im Haus einnisten können, ist es nur mit Schlagfallen oder Kastenfallen schwierig die Tiere so schnell wegzufangen, dass keine weitere Vermehrung erfolgt. An diesem Punkt wird man kaum um den Einsatz von Mäusegiften herumkommen um nachhaltig Erfolge beim Mäuse bekämpfen zu erzielen.

Vorteile von Mäusegift

  • Hochwirksam,
  • schneller Erfolg,
  • einfach in der Handhabung.
  • Aktuelle Gifte töten schmerzlos.
  • Keine Köderscheu durch verzögerte Wirkung möglich.

Nachteile von Mäusegift

  • Es bestehen Gefahren auch für Menschen und andere Tiere.
  • Generell Problematisch für die Umwelt
  • Kadaversuche nötig.
  • Geruchsbelästigung durch nicht gefundene Kadaver (außer bei Calciferol)
  • Resistenzen möglich.

Welche Wirkstoffe in Mäuse- und Rattengift enthalten sind und wie diese wirken soll in folgender Liste einmal näher beleuchtet werden.

  • Zinkphosphid
    gilt als Akutgift und tötet die Tiere durch eine chemische Reaktion mit der Magensäure der Tiere in kurzer Zeit ab. Da aber bei einem Akutgift die Mäuse und Ratten einen Bezug zum Gift herstellen können, werden nur wenige Tiere auf den Giftköder „hereinfallen“. Davon ab verenden die Tiere qualvoll in einem langen Todeskampf. Zinkphosphid ist auch schon seit einiger Zeit nicht mehr üblich als Mäusegift und wird auch kaum noch im Handel angeboten.
  • Cumarinderivate der 1. Generation
    Hierzu gehören die Wirkstoffe Coumatetralyl, Dicumarol, Pyranocumarin, Warfarin, Dipacinon. Sie verhindern im Organismus die Bildung von Prothrombin, dass für die Blutgerinnung ausschlaggebend ist. Darüber hinaus machen sie die Blutbahnen durchlässig, so dass die Tiere nach einer entsprechend hohen, letalen Menge des Giftes innerlich verbluten. Dieser Vorgang ist in aller Regel schmerzfrei. Nachteil der Wirkstoffe ist, dass erst eine entsprechend hohe Dosis aufgenommen werden muss um zum Tod der Tiere zu führen. Die Mäuse müssen also mehrfach vom Köder fressen. Außerdem haben sich im Laufe der Zeit immer wieder Resistenzen bei Mäusen und Ratten gegen diese Gifte gebildet, womit die Zuverlässigkeit dieser Präparate nicht zu 100% gegeben sein kann.
  • Indandionderivate
    Hierzu gehören die Wirkstoffe Chlorphacinon und Pindon. Die Wirkweise gleicht sich mit der, der Cumarinderivate der 1. Generation, entstammt nur aus einer anderen chemischen Gruppe an Stoffen.
  • Cumarinderivate der 2. Generation - Mehrfachaufnahme notwendig
    Schneller wirkende Gifte als aus der 1. Generation stammend, die aber immer noch nicht bei der ersten Aufnahme eine letale (tödliche) Dosis bieten sind Bromadiolon und Difenacoum. Auch sie sind so genannte Antikoagulatien und wirken wie oben schon beschrieben Blutverdünnend und zerstörerisch auf die Blutbahnen.
  • Cumarinderivate der 2. Generation – Einmalaufnahme nötig
    Die derzeit wirkungsvollsten Mäusegifte am Markt sind die Cumarinderivate der zweiten Generation, die nur ein einziges Mal von den Tieren aufgenommen werden müssen um tödlich zu wirken. Hierzu zählen Bromethalin, Brodifacoum, Difethialon und Flocoumafen. Auch diese Mäusegifte wirken zeitlich verzögert (etwa 4 bis 5 Tage), sodass betroffene Tiere und deren Verwandten keinen Bezug der Giftquelle herstellen können. Die Wirkweise ist wie bei den oben beschriebenen anderen Cumarinderivaten auch. Aber auch hier bilden sich durchaus auch Resistenzen bei den Tieren, die unter Umständen dazu führen können, dass die Wirkung der Gifte völlig neutralisiert wird.
  • Califerol / Cholecalciferol – (Vitamin D)
    Zum Schluss sei noch eine Möglichkeit zur Mäusebekämpfung mit Calciferol vorgestellt, die bei resistenten Mäusestämmen Anwendung finden kann. Das Vitamin D führt bei den Tieren nach 4-5 Tagen zu (schmerzlosem) Nierenversagen und muss ebenfalls nur einmal aufgenommen werden. Darüber hinaus mumifiziert dieses Gift die Kadaver, sodass kein Verwesungsgeruch auftritt. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich das Vitamin D nach etwa 4-6 Wochen von selbst zersetzt und daher unschädlich wird. Allerdings konnte ich keine frei verkäuflichen Präparate auf dieser Wirkbasis finden, sodass eine Bekämpfung mit diesem Mäusegift durch Laien scheinbar nicht möglich ist.

Der Umgang mit Mäusegift

Verschiedene Mäusegifte - AuswahlDie oben beschriebenen Mäusegifte weisen alle auch eine gewisse Giftigkeit für uns Menschen und unsere Haustiere auf. Im Fall der Cumarine gilt Vitamin K-1 als Antidot (Gegengift), sollte versehentlich etwas von den Giftködern aufgenommen worden sein. Zusätzlich sind oft gewisse Bitterstoffe in den Ködern enthalten, die ein versehentliches verschlucken recht zuverlässig verhindern. Auch die Giftmengen in den einzelnen Ködern sind meist abgestimmt auf die Nager und in der Regel für uns Menschen nicht tödlich. Allerdings können Katzen und Hunde die Gifte anders verstoffwechseln und hierdurch trotz größeren Gewichts und Körpermaßen eventuell eine ebenfalls tödliche Dosis der Mäusegifte aufnehmen.

  • Legen sie Köder immer und ausnahmslos in so genannten Köderboxen aus um Haustieren und Kindern den Zugang zu den Fraßködern zu erschweren.
  • Wechseln sie regelmäßig den Standort der Fraßköderboxen um eine Gewöhnung zu verhindern.
  • Legen sie die Köderboxen nach Möglichkeit immer in Laufwegen und in der Nähe von ein- und Ausgängen der Mäuse aus. Mäuse leben in streng abgegrenzten Revieren. Steht die Box außerhalb des Reviers, wird sie nicht angerührt.
  • Legen sie immer an mehreren Stellen Köder aus die nicht zu weit voneinander entfernt liegen und am besten in der Nähe von Wänden und Kisten oder anderen Versteckmöglichkeiten liegen, damit die Mäuse an mehreren Ködern knabbern können.
  • Beobachten sie die ausgelegten Köder täglich. Wurde ein Köder zwei Tage lang nicht angerührt, sollte ein anderer Platz dafür gesucht werden, da dann davon ausgegangen werden kann, dass er außerhalb der Laufwege der Mäuse liegt.
  • Auch wenn scheinbar alle Mäuse vernichtet wurden, ist es ratsam die Köder für weitere 14 Tage liegen zu lassen um auch eventuell nachkommende Jungtiere im Nachgang zu erwischen.
  • Beseitigen sie auf jeden Fall alle zu findenden Kadaver der Mäuse in der Nähe der Köder um eine Köderscheu bei weiteren Mäusen zu verhindern.

Mit der oben beschriebenen Vorgehensweise sollten sie in aller Regel Erfolg mit den Mäusegiften haben. Lässt sich die Mäuseplage so noch immer nicht eindämmen, ist es an der Zeit mit einem professionellen Schädlingsbekämpfer über ihr Problem zu sprechen. Bitte bedenken sie beim Einsatz von Giften immer, dass auch andere Lebewesen und die Umwelt bei nicht sachgerechter Anwendung zu Schaden kommen können und daher immer ein umsichtiger und besonnener Umgang mit Giften aller Art dringend anzuraten ist!

Katzen als Mäusefänger?

Die natürlichste Form um Mäuse zu fangen ist sicherlich mit natürlichen Fressfeinden gegen die Mäuse vorzugehen. Katzen sind hier gegenüber Frettchen, Mardern, Ratten oder Schleiereulen sicher für alle Hausbesitzer die erste Wahl, wenn es ums Mäuse fangen geht. Katze mit toter Maus in der SchnauzeGerade in älteren Gebäuden und auf Höfen aller Art macht es hochgradig Sinn eine Hofkatze zu halten um permanent die Population von Mäusen im Haus gering zu halten. Um eine einmalige Mäuseplage in einem Neubau / Neubaugebiet zu bekämpfen ist der Einsatz von oben beschriebenen Mausefallen oder Mäusegiften sicherlich sinnvoller, hat man nicht auch aus anderen Gründen vorgehabt eine Hauskatze anzuschaffen.

Hat man sich für die Katze als Mäusefänger entschieden, kann man bei guten Fängern in den warmen Monaten davon ausgehen, dass regelmäßig (ein bis mehrmals die Woche) eine tote Maus als „Geschenk“ vor die Haustüre gelegt wird.

Für viele Menschen problematisch ist der Spieltrieb der Katzen, die mit den noch lebenden Mäusen tatsächlich spielen bevor sie sie letztendlich töten. Wer dies einmal beobachtet hat, kann sicher kaum umhin der „armen Maus“ zu helfen und sie vor der „bösen Katze“ zu retten. Aber auch das Problem, dass Katzen manchmal ihre gefangene Beute noch lebend mit ins Haus bringen möchten, kann zu Schwierigkeiten führen, da die Katzen nach einer Weile das Interesse an der Beute verlieren und die nun ins Haus geschleppte Maus händisch, sprich mit Mausefallen gefangen werden muss.

Tipp: Klingt das Miauen der Katze vor der Haustüre anders als sonst (klagender, jammernder, manchmal auch dumpfer) ist beim Öffnen der Haustüre Vorsicht geboten, da die Katze dann häufig eine Maus (tot oder lebendig) noch in der Schnauze hält. Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte man die Katze vor dem Einlassen dazu zwingen die Maus fallen zu lassen. Im Zweifel einfach die Türe geschlossen halten bis die Katze ihre Beute von selbst loslässt und das Interesse verliert.

Vorteil einer Katze zum Mäuse fangen

  • Sie ist ein effektiver Jäger,
  • als Kuscheltier und Seelentröster zu gebrauchen,
  • und sucht und findet Mäuse selbstständig.
  • Mäusepopulation wird regelmäßig in Schach gehalten.

Nachteile einer Katze als Mäusefänger

  • Grausamer Spieltrieb.
  • Nicht unerhebliche Kosten zur Haltung (Ankauf, Futter, Tierarzt)
  • Schwierig gegen versteckten Mausebefall in Zwischendecken und Speicher einsetzbar.
  • Nicht jede Katze ist ein guter Mäusefänger.
  • Lange Bindung an ein Tier (Lebenszeit etwa 15 bis 20 Jahre)
  • Allergien gegen Katzenhaare möglich.

Bitte bedenken sie, dass sie beim Einsatz einer Katze auf dem Hof nicht noch zusätzlich mit Mäusegift arbeiten um die Plage einzudämmen. Da die Katzen ihre Beute auch fressen, kann es durchaus passieren, dass sie bereits vergiftete Mäuse fressen und sich hierdurch selbst eine Vergiftung zuziehen. Von außen sind solche Vergiftungserscheinungen nicht, oder nur schwer frühzeitig zu erkennen. Besteht ein Verdacht auf eine Vergiftung, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden um eine entsprechende Therapie mit einem Gegengift zu starten.

Was sie nicht tun sollten...

Zu guter letzte sei noch einmal darauf hingewiesen, dass viele Anleitungen zum Selbstbau von Mausefallen im Internet, bzw. Rezepturen für selbstgemischte Mäusegifte, die man im Netz zu Hauf finden kann keine echte Alternative zu oben genannten Möglichkeiten zum Mäuse fangen darstellen. Zum einen sind viele Fallen unnötig grausem den Tieren gegenüber (z.B. Leimfallen, Stromfallen oder Wasserfallen) oder die Gifte wirken in aller Regel zu schnell und sind darüber hinaus auch noch für einen quälenden Tod der Tiere verantwortlich. Sie sind also weder effektiv durch eine schnell einsetzende Köderscheu und verstoßen dazu gegen das Tierschutzgesetz. Aber auch die Gefährdung für andere Menschen oder Haustiere ist zum Teil enorm hoch und kann zu unnötigen Unfällen führen! Im Handel sind für alle Bereiche (Mausefallen, Mäusegifte etc.) günstige Varianten erhältlich, die effektiv einen Mäusebefall eindämmen können, sodass Selbstbau eigentlich völlig überflüssig ist.

Bleibt mir am Ende nur noch gutes Gelingen beim Mäuse fangen und Mausefallen aufstellen zu wünschen!

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