Die wichtigsten Mückenarten und wie man sie bekämpft

Alles zu heimischen Mückenarten wie Stechmücken, Kriebelmücken, Gnitzen, Trauermücken u.v.m. und wie man die Mücken bekämpfen kann.

Stechmücke beim Blutsaugen
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Mückenarten Vorkommen und Verbreitung

Alljährlich von Frühjahr bis weit in den Herbst hinein ist Mückensaison und der Kampf um unser Blut beginnt von neuem! Es gibt eine große Anzahl an Mückenarten auf der Welt, die in noch ungleich zahlreichere Unterarten gegliedert sind. Davon leben etwa 50 Arten in Deutschland und etwa 100 in ganz Europa. Auch hier sieht man wieder, dass der Großteil aller Insektenarten im subtropischen bzw. tropischen Raum beheimatet sind.

Stechende Arten wie Stechmücken oder auch Gnitzen und Kriebelmücken lösen an den betroffenen Einstichstellen am Körper Reaktionen aus die zu Schwellungen und Rötungen sowie Jucken führen. Bei Allergikern kann dies zu dicken Schwellungen und weitergehenden Reaktionen der Haut, aber auch des Kreislaufsystems führen. Bei einem Massenbefall können unter Umständen sogar Nutztiere wie Kühe bei Befall mancher Mückenarten verenden.

Auch übertragen einige Mückenarten Krankheitserreger, die durchaus gefährlich für den Menschen sein können (siehe die momentane Diskussion um das Auftreten des Zika Virus (Anfang 2016), übertragen durch die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und andere Aedes Arten. Gerade im tropischen- und subtropischen Raum werden gefährliche Krankheiten (z.B. Malaria, Denguefieber, Gelbfieber etc.) von Mücken auf den Menschen oder Wirtstiere übertragen. Zum Glück gilt dies nicht (oder nur sehr eingeschränkt) für den deutschsprachigen Raum. Für alle Urlauber sei an dieser Stelle aber empfohlen, sich über die im Zielland vorkommenden Mückenarten und den davon übertragbaren Krankheiten vor Reiseantritt zu informieren und ggf. entsprechende Schutzimpfungen vorzunehmen um eine gewisse Immunität zu gewährleisten. Das gilt durchaus auch für den südeuropäischen Raum!

Im Folgenden werden in diesem Artikel einige (wenige) Mückenarten vorgestellt. Dabei liegt der Fokus auf einheimischen, oder für Touristen besonders interessante Arten, die entweder uns Menschen stechen oder aber für Pflanzen und Tiere eine Bedrohung darstellen können.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Stechmücken (Culex pipiens)
  2. Trauermücken (Sciaridae)
  3. Ringelmücke (Culiseta annulata)
  4. Schmetterlingsmücken (Psychodidae)
  5. Sandmücken (Phlebotominae)
  6. Kriebelmücken (Simuliidae)
  7. Gnitzen (Ceratopogonidae)
  8. Fiebermücke (Anopheles)
  9. Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta)
  10. Pilzmücke (Mycetophilidae)
  11. Produktvorschläge
  12. Weiterführende Artikel

Stechmücken (Culex pipiens)

In Österreich auch Gelsen genannt und im Rheinland (fälschlich) als Schnaken bezeichnet sind die wohl am besten bei uns bekannte Mückenart, die bereits Generationen von Menschen des Nachts durch ihr hohes und aggressiv klingendes Sirren den Schlaf geraubt hat und uns mit ihren juckenden Stichen allsommerlich in den Wahnsinn treibt. Stechmücken werden selten größer als zehn Millimeter, je nach Stechmückenart kann die Größe stark variieren (siehe Ringelmücke). Ihre Fühler sind mittellang und viergliedrig. Männchen sind meist kleiner als Weibchen, die an ihren buschigen Fühlern zu erkennen sind. Stechmücke SeitenansichtStechmücken erreichen eine Fluggeschwindigkeit von flotten eineinhalb bis zweieinhalb Kilometer pro Stunde (etwa wie Schlendern / gemütlich Spazierengehen). Ihre Aktivität ist bei warmem, windstillen Wetter ohne starke Sonneneinstrahlung am stärksten.

Die Weibchen, denn nur diese stechen, müssen nach dem sie befruchtet wurden, eine Blutmahlzeit zu sich nehmen um Eier bilden zu können. Sie benötigen das im Blut enthaltene Protein für die Fortpflanzung. Männliche Stechmücken ernähren sich ausschließlich von Wasser und Pflanzensäften. Stechmücken finden ihre Blutwirte durch ausgeatmetes CO² sowie Körperdüfte - zum Beispiel durch Fettsäuren und Ammoniak (entsteht bei der Schweißzersetzung). Durch den Speichel einiger Stechmückenarten können auch Krankheitserreger wie Viren, Bakterien sowie einzellige oder sogar mehrzellige Parasiten in unseren Körper gelangen. Wichtig zur Verbreitung ist hier, dass sich der Krankheitserreger nach dem Stich eines infizierten Wirts auch in der Mücke vermehrt und in die Speicheldrüse gelangt um Krankheiten übertragen zu können.

Bekämpfung von Stechmücken: Vorbeugend sollten möglichst alle stehenden Gewässer und Wasserspeicher abgedeckt oder ganz entfernt werden, da die Mückenlarven zur Entwicklung stehendes Wasser benötigen. Außerdem hilft es vor allen Fenstern im Haus Fliegengitter zu montieren und Moskitonetze über dem Bett anzubringen. Möglichst helle Kleidung tragen hilft um für die Stechmücken „unsichtbar“ zu werden. Darüber hinaus macht es Sinn keine süßlichen Parfüms oder Haarsprays zu nutzen, da diese Gerüche ebenfalls anziehend auf die Mücken wirken können. So genannte Repellents (Mückenmittel zum Mückenvertreiben und Abhalten) gibt es in vielen Ausführungen. So kann man Sprays und Lotionen nutzen um sich damit einzureiben. Viele der Mittel helfen auch zumindest für einige Stunden, können aber auch beim Nachlassen des Geruchs unter Umständen dazu führen besonders anziehend für die Stechmücken zu wirken.

Daneben finden sich noch Verdampfer und ähnliche Gerätschaften im Handel, die ihre Wirkung durch Rauch und Düfte entfalten sollen. Bitte bei Einsatz darauf achten, ob diese auch für den Innenbereich zugelassen sind um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Weitere Ideen und Mittel gegen Mücken finden sie in diesem ausführlichen Artikel: Mittel gegen Mücken


Trauermücken (Sciaridae)

Trauermücken sind durch eine dunkle Körperfärbung (zum Teil mit farblich abgesetztem Abdomen) gekennzeichnet. Sie erreichen eine Körperlänge von 1 - 8 Millimeter und haben, wie die meisten Mücken, lange Beine und acht- bis sechszehn gliedrige Fühler. Manche Trauermückenweibchen sind Flügellos. Die Larven, welche Schäden an Nutz- und Zierpflanzen anrichten sind sehr schlank und weiß bis hellgrau. Sie ernähren sich von Pflanzenteilen in der Erde. Meistens findet man diese Art in Wäldern, Mooren, auf Weiden und Feldern und auch in heimischen Gärten. Trauermücken kleben auf GelbstickerIn Feuchtbiotopen können die Trauermücken bis zu siebzig Prozent aller Zweiflügler ausmachen. Durch Transport von Humus, Blumenerde und Torf werden zahlreiche Arten zu uns nach Hause eingeschleppt.

Die Lebensdauer der Trauermücke beträgt nur wenige Tage, doch in dieser kurzen Zeit schafft sie es nach Befruchtung bis zu 200 Eier in die feuchte Pflanzenderde zu legen. Die Larve entwickelt sich nach etwa fünf Wochen zu einer neuen Trauermücke heran. Trauermücken stechen den Menschen nicht, sind aber wie schon erwähnt bei massenhaftem Auftreten durchaus ein ernst zu nehmender Pflanzenschädling.

Abwehr und Bekämpfung von Trauermücken: Sparsames Gießen und Humusballen abtrocknen hilft vorbeugend, da die Larven viel Feuchtigkeit benötigen. Oder vorbeugend etwas feinen Vogelsand in die Erde mischen, so können sie hier keine Eier mehr ablegen. Am effektivsten bei akutem Befall auf dem Feld ist der Einsatz von mikroskopisch kleinen Fadenwürmern (auch Nematoden genannt). Als vorbeugende Maßnahme kann ein Substrat mit dem „Bacillus thuringiensis israelensis“ gegossen werden, dass von den Larven aufgenommen zu deren Tod führt. Für Topf und Balkonpflanzen eignen sich auch Klebefallen (auch als Gelbsticker bekannt) an denen die ausgewachsenen Tiere kleben bleiben und verenden. Einen ausführlichen Artikel zu Trauermücken und ihre Bekämpfung finden sie hier: Trauermücken bekämpfen

Ringelmücke (Culiseta annulata)

Die Ringelmücke (auch große Hausmücke genannt) ist mit der gemeinen Stechmücke (Culex pipiens) nah verwandt und hat sein Verbreitungsgebiet ebenfalls in Nord- und Mitteleuropa. Ringelmücke beim Blut saugenAllerdings ist sie vom Körperbau wesentlich größer. Der Körper der Ringelmücke wird bis zu 15mm lang und ist damit bis zu 1/3 länger als bei Culex pipiens. Ihre Flügel weisen 3 dunkle Flecken auf, der Körper ist dunkelgrau mit hellen Querstreifen und auf den Beinen sind weiße Ringe in regelmäßigen Abständen sichtbar. Dies führt häufig zu einer Verwechslung mit der asiatischen Tigermücke (s.u.). Die Dauer der Entwicklung zum ausgewachsenen Tier beträgt in aller Regel etwa 16 – 20 Tage und ist Temperaturabhängig. Die Weibchen können bei mildem Klima überwintern und sogar die Larven können in kühler, aber frostfreier Umgebung unter Umständen den Winter überstehen.

Abwehr und Bekämpfung von Ringelmücken: Siehe Bekämpfung der Stechmücken

Schmetterlingsmücken (Psychodidae)

Deutschlandweit sind etwa 110 Schmetterlingsmücken Arten bekannt. Sie werden auch Gullyfliege genannt. Ihre Größe beträgt etwa zwei bis fünf Millimeter. Die Flügel und der Körper sind meist stark behaart. Sie erinnern an winzige Schmetterlinge, durch ihre auf dem Rücken positionierten dachförmigen Flügel in Ruheposition. Schmetterlingsmücken sind in der Regel keine guten Flieger, können jedoch sehr gut durch den Wind vorangetrieben werden und somit ihr Ziel auch ohne ausgeprägte Flugkünste gut erreichen. Ihre Larven sind maximal vier Millimeter lang, sehr schlank und haben einen deutlichen Kopf mit ausgebildeter Kopfkapsel. SchmetterlingsmückeMeistens legt die Schmetterlingsmücke ihre Eier in flache Gewässer, auf feuchte Felseinbuchtungen und sonstigen kleinen Wasseransammlungen ab. Bevorzugt werden stark verschmutze Gewässer wie Jauchegruben oder Kläranlagen genutzt. Schmetterlingsmücken gehen nicht an uns Menschen zum Blutsaugen. In der Regel sind die Schmetterlingsmücken auf Nektar oder andere Pflanzensäfte angewiesen um zu überleben.

Abwehr und Bekämpfung von Schmetterlingsmücken:
Auch wenn die Schmetterlingsmücken nicht zu den stechenden Hausgesellen gehören, können sie bei massenhaftem Auftreten zu einem hygienischen Problem werden. Im Haus nutzen die Mücken gerne zur Eiablage die Rückstände an den Innenseiten von wenig genutzten Abflussrohren. Ein regelmäßiges Entfernen mit entsprechenden Rohreinigern schafft hier einen guten Schutz gegen eine weitere Verbreitung. Aber auch „umgekippte“ Gartenteiche oder sonstige verschmutzte und ökologisch nicht mehr intakte Wasseransammlungen bieten eine gute Brutstätte für die Schmetterlingsmücken und sollten nach Möglichkeit (auch aus generell hygienischen Gründen) entfernt werden.

Sandmücken (Phlebotominae)

Sandmücken sind eine Unterordnung der Schmetterlingsmücken. Sie treten meistens an der Mittelmeerküste und in weiteren ganzjährig warmen Gebieten auf, sind im Laufe des Klimawandels aber auch schon in Deutschland nachgewiesen worden. Sandmücken sind etwa drei bis vier Millimeter groß und am Körper sowie an den Flügeln stark behaart. Ihre Körper sind weißlich gelb mit dunklen, knopfartigen Augen. Sie leben circa 40 Tage und legen in der Zeit bis zu hundert Eier nach jeder Blutmahlzeit ab. Der Unterschied zur Stechmücke ist das Sandmücken nicht dringend eine Blutmahlzeit benötigen um Eier legen zu können, allerdings beschleunigt sie vermutlich die Entwicklung der Tiere. Ihre Larven legen sie vorzugsweise in Müllplätze, Scheunen, Erdlöcher und Ställen. Sandmücke beim Blut saugenDie Weibchen der Sandmücken saugen überwiegend abends und nachts. Beim Menschen vor allem an Gesicht, Hals, Nacken, Knöcheln - überall an dünnen Hautbereichen.

Durch den Biss tritt starker Juckreiz und Hautrötung auf. Von Sandmücken können Formen der Leishmaniose (kutan oder viszeral) übertragen werden. Die lebensbedrohlich bei der viszeralen (inneren) Form werden kann und in jedem Fall stationär behandelt werden muss. Aber auch die Leishmaniose auf der Haut (kutan) bedarf einer ärztlichen Behandlung um Folgeinfektionen zu vermeiden.

Abwehr und Bekämpfung von Sandmücken: Sandmücken sind bis heute hauptsächlich für Urlauber ein Problem, da in Deutschland bisher nur vereinzelte Exemplare nachgewiesen wurden. Im Urlaub kann man sich gegen Sandmücken gut mit Repellents (Mückensprays) schützen und ebenso sind Moskitonetze oder sonstige engmaschige Netze gut zum Schutz vor nächtlicher Belästigung geeignet. Ansonsten kann man sich nur wenig gegen die Tiere schützen, da sie für ihre Eiablage keine speziellen Bedingungen benötigen.

Kriebelmücken (Simuliidae)

Von den Kriebelmücken gibt es Deutschlandweit ca. fünfzig verschiedene Arten. Hierbei handelt es sich um kleine Mücken mit einer Körperlänge von zwei und sechs Millimetern, die vom Aussehen her den Fliegen ähneln und gerne mit ihnen verwechselt werden. Ihre Färbung ist gräulich bis schwarz, wobei die Weibchen eher dunkler gefärbt sind als die Männchen. Ihre Eier legen die Tiere meist an Pflanzen direkt am Wasser ab und die Larven der Kriebelmücke entwickeln sich ausschließlich unter Wasser und erreichen eine Länge von bis zu 15mm. Zur Partnerfindung bilden die Kriebelmücken ihre Schwärme meist in Bäumen. Die Mundwerkzeuge sind bei einigen Kriebelmücken zurückgebildet, bei den meisten Arten aber stechend- saugend (wieder nur die Weibchen). KriebelmückeSie erzeugen eine größere Wunde wie die Stechmücken, da sie sich mit ihrem Mundwerkzeug durch die Haut raspeln und dann so viel Blut saugen bis sie satt sind.

Durch den Stich werden toxische Stoffe in die Wunde gegeben und können beim Menschen im schlimmsten Fall zur Blutvergiftung führen. Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Abgeschlagenheit und Strake Schwellungen an betroffener Stelle, in seltenen Fällen auch Fieber, kann ebenfalls durch den Stich / Biss hervorgerufen werden. Durch Massenbefall können sie sogar den Tod von Weidetieren hervorrufen. Die Larven der Kriebelmücken sind ausschließlich in Gewässern zu finden, wobei die Wasserqualität und die Fließgeschwindigkeit hier eine große Rolle spielen.

Bekämpfung von Kriebelmücken: Eine flächige Bekämpfung von Kriebelmücken ist nur schwer umsetzbar. Am besten sollte man während der aktiven Zeit (Spätfrühling bis in den Herbst) in der Nähe von Wasserläufen und Seen / Tümpeln nur langärmelige Kleidung mit möglichst engen Bündchen an Armen und Beinen tragen. Auch eine Kopfbedeckung kann hilfreich sein um den Kopf zu schützen. Repellents helfen zwar zeitweise, aber ihr Schutz ist nicht so ausgeprägt wie bei der Abwehr von Stechmücken. Man sollte besonders an schwül-warmen Tagen mit wenig Luftbewegung oben genannte Gebiete möglichst meiden um die schmerzhaften Stiche / Bisse zu vermeiden. Bei Massenauftreten der Tiere kann es durchaus auch ratsam sein Nutztiere wie Kühe oder auch Pferde im geschlossenen Stall zu halten bis anderes Wetter die Kriebelmückenaktivität wieder bremst.

Gnitzen (Ceratopogonidae)

Gnitzen auch Bartmücken genannt sind eng verwandt mit den Kriebelmücken. Gnitzen sind mit ihren 1-3 Millimetern Körperlänge sehr klein und haben eine fleckenfarbige Zeichnung auf den in Ruhe flach anliegenden Flügeln, und am Rücken eine stark hochgewölbte Brust. Die Larven leben häufig im Wasser, manchmal auch auf dem Land. Je nach Art und Verbreitungsgebiet befinden sie sich auch in humusreichem Boden, unter Rinden oder in Kuhfladen und ernähren sich von zerfallenen pflanzlichen Stoffen.

In tropischen Gebieten übertragen sie zahlreiche Viren auf Haus und Nutztiere. Bevorzugt stechen sie Menschen an den Rändern von Kleidungsstücken. Am aktivsten sind sie abends oder nachts. Gnitzenstiche verursachen ein unangenehmes Brennen und können allergische Reaktionen auf der Haut mit starker Quaddelbildung hervorrufen. Gnitze SeitenansichtInfektionen sind hauptsächlich in südlicheren Ländern bekannt. Die Blauzungenkrankheit bei Wiederkäuern, die Afrikanische Pferdepest wie auch der Akabane Virus sind durch Gnitzenstiche nachgewiesene Erkrankungen.

Abwehr und Bekämpfung von Gnitzen: Durch die sehr geringe Größe lassen sich Gnitzen nur mit sehr engmaschigen Fliegengittern aus der Wohnung aussperren. Für ruhige Nächte bietet sich ein engmaschiges Moskitonetz rund ums Bett an. Repellents helfen auch bei Gnitzen meist für einige Zeit, aber nicht jedes Mittel hilft bei jeder Person gleich gut. Hier ist ein ausprobieren verschiedener Mittel nötig. Helle Kleidung sorgt auch bei den Gnitzen für einen gewissen „Unsichtbarkeitseffekt“, der helfen kann einen Befall zu verringern. Auch eng geschlossene Bündchen an Armen und Beinen bieten einen gewissen Schutz. Mückensprays sind insbesondere in geschlossenen Räumen oft für den Menschen schädlicher als die Mücken selbst und sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden.

Fiebermücke (Anopheles)

Die Fiebermücke wird auch Malaria- oder Gabelmücke genannt. Sie ist etwa sechs Millimeter groß und hat einen schmächtigen Körperbau. Das Rückenschildchen ist mit durchgehenden Borsten versehen. Ausschließlich in tropischen und subtropischen Gebieten mit gemäßigten Temperaturen sind sie zu Hause. Sie vermehren sich in allen Arten stehender Fiebermücke von vorne betrachtetGewässer die zumindest einige Tage lange genügend Feuchtigkeit zur Entwicklung der Eier und Larven halten können. Ein Weibchen legt bis zu zweihundert kleine, schwarz gefärbte Eier ab. Die Larven ernähren sich von Mikroorganismen und Algen die sie aus dem Wasser filtern.

Fiebermückenstiche rufen Schwellungen und starken Juckreiz beim Menschen hervor und jucken stärker als Mückenstiche der hier verbreiteten Stechmücke. Die Fiebermücke ist hauptsächlicher Überträger von Tropenkrankheiten wie Malaria, Filariosen (Wurmerkrankung) und anderer Viruserkrankungen.

Abwehr und Bekämpfung von Fiebermücken: Wie auch bei vielen anderen Arten bietet sich eine Abwehr durch möglichst engmaschige Moskitonetze an. Lange, helle Kleidung mit geschlossenen Bündchen bietet einen gewissen Schutz und in stark befallenen Gebieten kann ein Kopfschutz mit Moskitonetz sehr hilfreich sein. Mückenmittel zum Einreiben sollten reichlich und möglichst vollflächig auf alle ungeschützten Hautpartien in regelmäßigen Abständen aufgetragen werden. Um eine Verbreitung zu verhindern sollte nach Möglichkeit jede noch so kleine Ansammlung stehenden Wassers entfernt werden um den Tieren keine Eiablagemöglichkeiten zu bieten. Daneben bietet sich die Anwendung von Nematoden in stehenden Gewässern an und verschiedene Insektizide die im Außenbereich aufgebracht werden können um den Bestand zu verringern.

Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta)

Die Asiatische Tigermücke ist eine Stechmückenart der süd- und südostasiatischen Tropen und Subtropen. Aber auch in Süd- und Mitteleuropa sind in den letzten Jahren immer wieder Exemplare gesichtet worden, die in der Regel durch Warentransport und Touristen eingeschleppt wurden. Asiatische TigermückeDie Tigermücke ist zwischen vier und zehn Millimeter groß, mit auffällig schwarzweiß gemusterten Streifen an Körper und Beinen. Die asiatische Tigermücke sticht überwiegend tagsüber, je nach Biotop und Region auch in den Morgen und Abendstunden. Das Tigermückenweibchen legt während ihrer Lebensdauer rund 300 Eier in stehenden Wasseransammlungen wie Astlöcher, in Regenrinnen, Gullys oder sonstigen mit Wasser gefüllten Behältern ab. Die Asiatische Tigermücke ist als Überträger einiger lebensbedrohlicher Viruserkrankungen wie dem Dengue Fieber, Gelbfieber und dem West-Nil Fieber bekannt. Aber auch bei Haustieren kann eine Übertragung von parasitären Nematodenarten zum Beispiel bei Hunden erfolgen. Es wird auf jeden Fall angeraten bei Reisen ins Verbreitungsgebiet mit dem Hausarzt über Möglichkeiten zur Impfung gegen die hauptsächlichen Viruserkrankungen zu sprechen.

Abwehr und Bekämpfung der Asiatischen Tigermücke: Siehe Abwehr von Fiebermücken.

Pilzmücke (Mycetophilidae)

Zu guter Letzt noch eine interessante Mückenart, die zwar für den Menschen keine Gefahr darstellt, aber durch ihre grundsätzlichen Eigenschaften spannend zu kennen ist. Pilzmücken kommen auf der Südhalbkugel und auf dem indischen Subkontinent vor. Sie sind schlanke, zarte mit langen dünnen Beinen ausgestattete Mücken, und besitzen einen buckeligen Rumpf mit langen fadenförmigen Fühlern. Sie leben meist in schattigen Wäldern, Sumpfgebieten und auch in Höhlen. Das interessante an Pilzmücken ist, dass alle Larven dieser Art leuchten können (Biolumineszens). Die Larven locken mit einem Lichtsignal ihre Beute an und diese bleibt dann an den Klebefäden, welche mit giftigen Tröpfchen besetzt ist, hängen. Einziger Nachteil bei dieser Fangmethode ist, dass die Pilzmückenlarven so auch selbst zu Opern von Fressfeinden werden können.

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