Den Pelzkäfer bekämpfen - alle Möglichkeiten und Tipps!

Pelzkäfer im Haus entdeckt? Alles zum Pelzkäfer bekämpfen, über seine Lebensweise und die Pelzkäferlarve. Pelzkäferbekämpfung

Gefleckter Pelzkäfer von oben
Sitetags: Pelzkäfer, Pelzkäfer bekämpfen, Pelzkäfer im Haus, Pelzkäfer Larve
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Pelzkäfer?

Pelzkäfer gehören zur Familie der Speckkäfer. Für die Betrachtung relevant sind in unseren Breitengraden vor allem zwei Pelzkäferarten. Da wäre zum einen der gemeine Pelzkäfer (auch gefleckter Pelzkäfer genannt) (Attagenus pellio), und zum anderen der so genannte Braune Pelzkäfer (Attagenus smirnovi) die als Schädlinge eine Rolle spielen.

Beide Käferarten haben in aller Regel einen recht langen Entwicklungszyklus von bis zu 3 Jahren, wodurch ein massenhaftes Auftreten eher selten anzutreffen ist.

Dieser Artikel erklärt wie die beiden Pelzkäferarten aussehen und beschreibt ihre Entwicklung und Lebensgewohnheiten und gibt darüber hinaus noch Ratschläge zum Pelzkäfer bekämpfen.

Aussehen und Lebensgewohnheiten

Der gemeine Pelzkäfer wird bis etwa 6mm lang und ist ein unauffälliger, dunkelbrauner bis schwarzer, dicht behaarter Käfer. Zum Teil weist er auf den Deckflügeln zwei helle graue Punkte auf, die sich am Ende des so genannten Halsschildes wiederholen. Die Körperform ist oval und kompakt.
Der braune Pelzkäfer
Der braune Pelzkäfer ist etwas kleiner als sein Verwandter. Er wird bis maximal 4mm groß und auch seine Körperfarbe ist etwas heller, ins bräunliche gehend. Dazu fehlen auch die hellen Flecken auf dem Rückenschild.

Die Weibchen der Pelzkäfer legen etwa 50 Eier in der Nähe von organischen Materialien ab, die den Larven als Futter dienen können. Vogelnester sind zum Beispiel ein beliebter Ablageort. Aus den Eiern entwickeln sich die Pelzkäferlarven. Sie sind goldgelb und werden bis zu etwa 15mm lang. Die Pelzkäferlarve hat helle, kurze, glänzende Haare am ganzen Körper und sie läuft vom Kopf zum Rumpf konisch zu. Am hinteren Ende befindet sich ein Haarbüschel mit längeren Haaren. Zum einen durch ihr Aussehen, als auch durch ihre ruckartigen, schnellen Bewegungen werden die Pelzkäferlarven gerne mit Silberfischchen verwechselt. Ein weiteres interessantes Verhalten ist, dass die Larven sich bei einer Störung von außen einfach totstellen umso ihre Fressfeinde zu täuschen.

Larve des gemeinen PelzkäfersDie Larven der Pelzkäfer fressen alle tierischen Materialien, beginnend mit Wolle und Wolltextilien über Teppiche, Felle und Federn bis hin zu Insektenkadavern und sonstigen tierischen Überresten. Sie gehören mit ihrem Speiseplan auf jeden Fall zur Umweltpolizei, die einige wichtige Aufgaben im Ökosystem übernehmen. Die adulten Käfer haben ihre Ernährung dagegen komplett umgestellt. Sie ernähren sich ausschließlich von Blütenpollen und Nektar. Sie sind damit keine Gefahr für unsere Kleidung und Teppiche.

Das Fraßbild der Larven zeigt an Textilien, Federn und Teppichen unregelmäßig geformte Löcher. Bei Pelzen fressen die Tiere am unteren Ende der Haare (am Haaransatz), sodass bei einer Prüfung des Pelzes oft ganze Büschel des Fells ausfallen.

Den Pelzkäfer bekämpfen

Um den Pelzkäfer zu bekämpfen bieten sich eine Reihe von Maßnahmen an.

  1. Adulte Käfer zieht es zum Licht. Käfer am besten an den Fenstern absammeln und entsorgen bzw. einfach ins Freie entlassen.
  2. Befallene Textilien und Teppiche nach Möglichkeit bei mindestens 60°C waschen um die Larven und Eier abzutöten.
  3. Ist ein Waschen nicht möglich, betroffene Textilien gründlich mit Bürste oder Staubsauger reinigen und dann 3 bis 5 Tage in die Tiefkühltruhe legen.
  4. Schränke (auch die Rückseiten), Räume und alle Ritzen und Fugen gründlich absaugen (gilt auch für Ritzen in Fußbodendielen etc.)
  5. Nach Möglichkeit Ritzen und Fugen verschließen um neuerlichem Befall vorzubeugen. Alle sonstigen Ritzen mit ungiftiger Diatomeenerde auch Kiselgur oder Kieselerde genannt s.u.) bestäuben. Alternativ kann natürlich auch mit chemischen Insektiziden gearbeitet werden, die am Ende allerdings auch kaum eine höhere Erfolgsrate aufweisen und je nach Präparat durchaus auch für den Anwender gesundheitliche Risiken mit sich bringen können.
  6. Zur Vorbeugung gegen einen erneuten Befall mit Pelzkäfern sollten Fliegengitter an den Fenstern angebracht werden um einen Zuflug der Käferweibchen zu verhindern. Außerdem macht es Sinn alte Vogelnester nach dem Ausflug der Jungtiere von Hauswänden zu entfernen um den Pelzkäfern keine Entwicklungsgrundlage zu bieten.
  7. Kleidung und Pelze sollten vor dem Einmotten gründlich gewaschen werden (Schweißgeruch zieht die Larven an) und dann mit ungiftigen Produkten auf Neemölbasis eingesprüht werden. Das bietet einen zuverlässigen Schutz gegen einen Pelzkäferbefall.

Haben sich die Käfer in der Hausdämmung von Zwischendecken oder Wänden eingenistet, wird die Schädlingsbekämpfung schwierig. Im Prinzip kann man eine endgültige Befreiung der Plagegeister nur erreichen indem man die gesamte Dämmung bei einer Sanierung entsorgt und befallene Flächen gründlich reinigt und, wie oben beschrieben, behandelt. Es macht Sinn beim Verdacht auf einen Befall der Pelzkäfer im Haus einen professionellen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen, da dieser noch einmal mehr Möglichkeiten hat gegen die Tiere vorzugehen.

Zu guter Letzt sei noch angemerkt, dass Pelzkäfer und ihre Larven keine Krankheiten übertragen. Die Larven können allerdings bei sensibilisierten Menschen Allergien durch ihre feinen Haare auslösen.

Ich hoffe die hier beschriebene Vorgehensweise gegen Pelzkäfer ist bei ihnen erfolgreich! Viel Erfolg beim Pelzkäfer bekämpfen!

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