Schädlingsbekämpfung - Methoden & Verfahren - Pro & Contra

Die verschiedenen Verfahren zur Schädlingsbekämpfung im Überblick. Was man selber machen kann und wo der Profi ran sollte. Viele Tipps & Infos

Eine Hauskatze mit ener toten Maus in der Schnauze - Schädlingsbekämpfung
Sitetags: Chemische Schädlingsbekämpfung, physikalische Schädlingsbekämpfung, integrierter Pflanzenschutz
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Schädlingsbekämpfung – Was für ein Begriff!

Willkommen in der Welt der Käfer, Spinnen und Larven! So oder so ähnlich stelle ich mir eine passende Überschrift für dieses weite, aber interessante Thema vor. Der Begriff Schädlingsbekämpfung ist quasi die Essenz aus all den vielen Artikeln auf dieser Webseite, in denen es genau um das geht: Schädlinge bekämpfen und vernichten, damit sie nicht noch mehr, oder besser, erst gar keinen Schaden an unseren Lebensmitteln, unserer Kleidung, unseren Pflanzen und Häusern anrichten. In diesem Artikel soll hierfür ein grundlegendes Verständnis für die Begriffswelt der Schädlingsbekämpfung vermittelt werden und darüber hinaus eine Empfehlung abgegeben werden, bis zu welchem Punkt eine eigenhändige Schädlings- und Ungezieferbekämpfung Sinn macht und wann auf jeden Fall ein professioneller Schädlingsbekämpfer Hand anlegen sollte um der Plage Herr zu werden.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Alles Schädlinge oder was?
  2. Schädlingsbekämpfung – Methoden und Verfahren
  3. Chemische Schädlingsbekämpfung mit Bioziden
  4. Biologische Schädlingsbekämpfung
  5. Integrierte Schädlingsbekämpfung
  6. Was kann und darf man selber machen?
  7. Fazit zur Schädlingsbekämpfung
  8. Produktvorschläge
  9. Weiterführende Artikel

Alles Schädlinge oder was?

Um überhaupt einen Einstieg in die Materie zur Schädlingsbekämpfung zu finden, sollte im ersten Schritt geklärt werden, was überhaupt ein Schädling ist, und wieso ein Schädlingsbefall überhaupt entstehen kann.

Wir Menschen sind immer schnell mit Begriffen wie Ungeziefer, Unkraut oder Schädling bei der Hand, aber wenn man sich mal Gedanken dazu macht, stellt man recht schnell fest, dass es DAS Ungeziefer oder DIE Schädlinge eigentlich gar nicht gibt. All die Käfer, Spinnentiere, Raupen, Pilze und Mikroorganismen haben ihren festen Platz in den komplexen Verkettungen des Lebens und haben da, (man glaubt es kaum) durchaus einen Sinn, so ekelig sie uns doch erscheinen mögen. So zerstören Pilze nicht aus Bosheit den Holzschuppen im Garten, sondern sie sind einfach ein natürlicher Teil des biologischen Kreislaufs um die vorhandene Biomasse wieder für die nächsten Pflanzengenerationen nutzbar zu machen. Ebenso sind Larven und Käfer der verschiedenen Arten immer auch Teil einer wichtigen Nahrungskette, an dessen Ende nicht selten wir, die Menschen stehen.

Als Schädlinge oder Ungeziefer, die bekämpft werden müssen, bezeichnen wir Menschen gerne nur die Tiere, Pilze oder Pflanzen (Unkräuter), die unser Leben und Wirken in irgendeiner Weise negativ beeinflussen. Lebensmittel werden verdorben, Holzbalken angefressen, Bücher verschimmeln, Nutzpflanzen wird das Wachstum erschwert usw... Allerdings ist uns meistens nicht bewusst, dass in fast allen Fällen wir Menschen die Probleme mit dem massenhaften Auftreten einer Art selbst zu verantworten haben. Sei es durch Monokulturen in Land- oder Forstwirtschaft, durch bauphysikalische Probleme in unseren Häusern und Wohnungen oder der Nachlässigkeit im Umgang mit Lebensmitteln und deren Lagerung. Ein Haufen HeuschreckenIn der freien Natur ist eine Häufung der von den Tieren und Pflanzen benötigten Rohstoffe, die sie zu einer massenhaften Vermehrung befähigen, nur sehr selten und dann meist auch nur punktuell gegeben. Und falls dies doch mal der Fall sein sollte, vermehren sich auch deren natürliche Feinde aufgrund des plötzlichen Überangebots rasant, so dass sich fast immer in kurzer Zeit wieder ein biologisches Gleichgewicht einstellen kann. Ein erster Schritt zu einer generellen Eindämmung von unkontrolliertem Auftreten von „Ungeziefer“ ist also nicht über Hygiene, Bautenschutz oder Desinfektion zu sprechen, sondern vielmehr über einen besonnenen Umgang mit Ressourcen, Diversifikation der Lebensräume im heimischen Garten und auf unseren Feldern und Wäldern und nach der Frage der eigentlichen Ursache des konkreten Problems. Gerade um zukünftig die gleichen Probleme durch einen grundsätzlich veränderten Umgang mit der Situation zu vermeiden, wäre dies ein wirklich nachhaltiger Ansatz zur Ungezieferbekämpfung und Ungeziefervermeidung. Leider wird hier oft (vermeintlich aus Kostengründen) zu kurz gedacht und nach einem erfolgreichen Sieg über das Getier einfach so weiter gemacht als wäre nichts geschehen.

Ich will ihnen mit den vorangegangenen Worten sicher keine „Moralpredigt“ halten und sie zu besseren Menschen erziehen! Ich möchte sie mit diesen grundlegenden Überlegungen zum Begriff Schädling oder auch Ungeziefer und Schädlingsbekämpfung einfach dafür sensibilisieren, dass eine generelle Ursachenforschung ein essenzieller Teil einer erfolgreichen und vor allem nachhaltigen Schädlingsbekämpfung darstellt und man meist noch einen Schritt generalisierter denken muss, um die tatsächlichen Ursachen zu finden. Das gilt sicher nicht immer, aber immer wieder!

Schädlingsbekämpfung – Methoden und Verfahren

Dieser Abschnitt soll die verschiedenen Verfahren und Methoden erklären, die sich vor allem in den letzten Jahrzehnten ausgeprägt haben. Hier werden Fragen geklärt, was integrierte Schädlingsbekämpfung bedeutet, was mechanische oder physikalische Schädlingsbekämpfung von einer chemischen Schädlingsbekämpfung unterscheiden und warum nicht alles „Bio“, im Sinne von biologischer Schädlingsbekämpfung ist, wo auch „Bio“ draufsteht.

Chemische Schädlingsbekämpfung mit Bioziden

Beginnen wir mit der chemischen Schädlingsbekämpfung, die sicherlich den meisten Menschen als erstes in den Kopf kommt, wenn man an Ungeziefervernichtung denkt. Dabei kann man die chemischen Mittel zum einen in ihrer Wirkweise unterscheiden (hier nur gegen tierisches Ungeziefer):

  • Toxische Gifte – sie greifen in vielen Fällen das Nervensystem der Tiere an, indem sie die Nerven überstimulieren (Neonicotinoide) oder die Reizweitergabe der Nerven auf verschiedenen Wegen dämpfen und somit durch Lähmung töten (z.B. Phosphorsäureesther, Carbamate oder Pyrethroide).
  • Entwicklungshemmer / Wachstumshemmer, die insbesondere bei Insekten und ihren Larven eingesetzt werden, unterdrücken durch Hormone die Bildung bestimmter Enzyme im Körper der Insekten, die den Übergang von einem Insektenstadium zum nächsten (z.B. Larve zu adulter Käfer) unterdrücken (z.B. Methopren).
  • Blutverdünner (sogenannte Vitamin-K-Antagonisten), die insbesondere bei Nagetieren (Ratten, Mäuse etc.) eingesetzt werden und innere Blutungen durch eine starke Hemmung der Blutgerinnung verursachen.

Und zum anderen, gegen welche Schädlinge die Mittel zur chemischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden:

  • Biozide – Oberbegriff aller chemisch wirkenden Gifte (können auch Mikroorganismen sein), die sowohl tierisches als auch pflanzliches Leben vernichtet.
  • Pestizide – Ebenfalls ein Oberbegriff für alle chemisch wirkenden Mittel zur Vernichtung tierischer Schädlinge.
  • Insektizide – wie der Name schon vermuten lässt, gegen Insekten wirksam.
  • Rodentizide – werden im Kampf gegen Nagetiere wie Ratten und Mäuse eingesetzt.
  • Larvizide – bekämpfen gezielt im Larvenstadium befindliche Insekten durch gezielte Entwicklungshemmung.
  • Akarizide – wirken insbesondere gegen alle spinnenartigen Lebewesen (somit auch gegen alle Milbenarten).
  • Fungizide – werden zur Bekämpfung von Pilzen eingesetzt.
  • Herbizide – sorgen mehr oder weniger gezielt unerwünschten, pflanzlichen Bewuchs abzutöten. (z.B. Round Up, Glyphosat)
  • Weitere Begriffe sind: Avizide (gegen Vögel einsetzbar), Molluskizide (gegen Schnecken und wirbellose Tiere), Nematizide (gegen verschiedene Arten von Fadenwürmern – Nematoden), Bakterizide (gegen Bakterien) und Viruzide (gegen Viren).

Alle vorgenannten „Giftklassen“ zur chemischen Schädlingsbekämpfung beinhalten meist eine Unzahl an Wirkstoffklassen und Einzelwirkstoffen, die mit Sicherheit ein sehr dickes Buch füllen würden, wenn man hier weiter in die Tiefe gehen wollte.

Biologische Schädlingsbekämpfung

Da dieses Thema in meinen Augen viel Erklärungsbedarf benötigt und darüber hinaus recht umfangreich ist, habe ich der biologischen Schädlingsbekämpfung einen eigenen Artikel spendiert biologische Schädlingsbekämpfung um über Chancen, Risiken, Probleme und Fehldeutungen aufzuklären.

Die Definition der biologischen Schädlingsbekämpfung ist eigentlich recht klar und eindeutig umrissen, wird aber immer wieder gerne von den Marketingabteilungen von Herstellern chemischer Gifte etwas „ausgedehnt“, Florfliege sitzt auf einem Blatt - biologische Schädlingsbekämpfungsodass sich heute im Verständnis der Menschen ebenfalls ein recht breites Gebiet der Bio-Ungezieferbekämpfung festgesetzt hat.

Ursprünglich wird mit dem Begriff nur die Bekämpfung von Schädlingen mit deren natürlichen Antagonisten (Gegenspielern) bezeichnet. So zum Beispiel der Marienkäfer, der die Blattläuse an den Rosen vertilgt, oder die Schlupfwespen, die ihre Eier in die Larven mancher Mottenarten legen. Aber ebenso zählen z.B. Katzen dazu, die schon seit Jahrtausenden domestiziert sind und für das in Schach halten von Ratten und Mäusen verantwortlich sind. Der Begriff der „Nützlinge“ steht hier stellvertretend für diese Form der Bekämpfung von „Schädlingen“.

Heutzutage wird der Begriff der biologischen- oder ökologischen Schädlingsbekämpfung aber gerne dahingehend erweitert, dass quasi alle nicht (rein)chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel darunter gefasst werden. So werden oft folgende Bereiche der Schädlingsbekämpfung dazu gezählt:

  • Physikalische Schädlingsbekämpfung – Alle Wirkweisen, die über physikalische Wirkprinzipien arbeiten. So z.B. Hitze, Kälte, Austrocknung, Strahlung etc.
  • Mechanische Schädlingsbekämpfung – Hierunter fallen alle Fallenarten, Schlagfallen gegen Mäuse und Ratten, Lebendfallen bei Waschbären oder Mardern, Klebefallen bei Fliegen und sonstigen Insekten, Flohfallen usw.
  • Biotechnische Schädlingsbekämpfung – Hierunter fallen alle Fallen, die mit Lockstoffen und Pheromonen präpariert wurden und dafür sorgen, dass meist die männlichen Vertreter ihrer Spezies davon angezogen und gefangen werden, um die Fortpflanzungskette zu unterbrechen.
  • Vorbeugende Maßnahmen zum bauseitigen Schutz von Häusern und Gebäuden aller Art. Hierbei wird so gebaut, dass es Schädlingen aller Art erschwert wird, entweder Zugang zum Gebäude zu erlagen, oder darauf geachtet wird, dass keine begünstigenden Umstände geschaffen werden, die es dem Ungeziefer ermöglicht im Gebäude Fuß zu fassen.

Darüber hinaus werden auch immer wieder so genannte „natürliche Insektizide“ wie zum Beispiel die Pyrethrine, die aus Chrysanthemen gewonnen werden können, oder auch Geraniol (Citronellol) aus Geranien, oder Neem aus dem Neembaum (auch Niembaum) extrahierten Stoffe als biologische Schädlingsbekämpfungsmittel deklariert. Die Verbraucher lassen sich hier allerdings oft von der Vorstellung leiten, dass diese Wirkstoffe weniger schädlich für die Anwender und die Umwelt sind, wie rein chemische Schädlingsbekämpfungsmittel. „Ist doch Bio!“ Tatsächlich aber sollte bei der Anwendung dieser Wirkstoffe die gleiche Vorsicht walten gelassen werden, wie bei oben genannten Mitteln zur chemischen Schädlingsbekämpfung, da die Risiken vielleicht etwas anders gelagert, aber nicht weniger erheblich sind.

Integrierte Schädlingsbekämpfung

Ein weiterer, gerne genutzter Begriff im Kampf gegen Schädlinge aller Art, ist die sogenannte Integrierte Schädlingsbekämpfung (auch IPM – integrated pest management oder IPC – integrated pest control genannt). Eigentlich ist dies keine eigenständige Methode um Ungeziefer zu bekämpfen, sondern sie vereint im Prinzip alle vorgenannten Methoden mit dem Ziel, mit so wenig chemischen Einsatz wie möglich, so zielgenau wie möglich, effektiv und nachhaltig einem konkreten Schädlingsaufkommen zu begegnen. Integrierte Schädlingsbekämpfung ist die Methode, die der heute gängigen Lehrmeinung entspricht und an den meisten Fachschulen für Schädlingsbekämpfung gelehrt wird, um den Einsatz von chemischen Giften zu beschränken und soweit möglich mit physikalisch-technischen Methoden oder biologischen Antagonisten gegen die Plagen vorzugehen. Das Prinzip der integrierten Schädlingsbekämpfung ist auf jeden Fall zu begrüßen und ein guter Ansatz um Resistenzen gegen Gifte bei Schadinsekten (z.B. gegen Pyrethroide) zu minimieren und Mensch und Umwelt zu schonen. Allerdings kann man hier auch zumindest zwei Kritikpunkte am IPM anbringen.

  1. Mag es zwar auf dem Papier klare Regeln geben, wie das IPM Prinzip umgesetzt werden sollte, in der Praxis ist aber sehr vieles Auslegungssache und dem Schädlingsbekämpfer überlassen, wieviel, wo und welche Mittel und Verfahren eingesetzt werden.
  2. Besteht bei professionellen Schädlingsbekämpfern immer auch ein Interessenskonflikt in Bezug auf Zeit und Geld bei der Beurteilung wie und welche Mittel vor Ort eingesetzt werden. Nicht selten werden die Mittel oder Techniken eingesetzt, die den größten Profit versprechen.

Bitte nicht falsch verstehen. Mit Punkt 2 will ich jetzt nicht alle Schädlingsbekämpfer unter Generalverdacht stellen! So werden die meisten Betriebe mit Sicherheit ihre Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen machen! Allerdings bietet der Interpretationsspielraum auch so manche Chance für unseriöse Schädlingsbekämpfer, die nur auf das schnelle Geld aus sind, sich aber öffentlich mit entsprechenden Begrifflichkeiten schmücken um potentielle Kunden zu beeindrucken.

Was kann und darf man selber machen?

Die Ergebnislisten bei Amazon oder die Regalreihen in Bau- und Gartencentern suggerieren uns, dass es quasi für jedes Schädlingsproblem im Garten oder Haus ein gutes Mittelchen gibt. Klar, ist doch das Geschäft mit chemischen (und auch natürlichen) Schädlingsbekämpfungsmitteln ein Multimilliarden-Markt. Aber macht es wirklich Sinn, gegen alles Ungeziefer erstmal selbst vorzugehen, oder gibt es auch Situationen, wo dies oft vergebliche Liebesmühe ist, da dem Heimanwender dann doch das richtige Gerät, die Erfahrung oder der Zugang zu wirklich wirksamen Mitteln und Verfahren verwehrt ist?

Wie sollte man es nicht machen?

Am besten fangen wir mal damit an, was man NICHT machen darf, oder sollte. Hierunter fällt im Prinzip alles, was nicht mit geltenden Gesetzen vereinbar ist. Hier insbesondere das Tierschutzgesetz und das Naturschutzgesetz.

  • Das Tierschutzgesetz
    Generell muss darauf geachtet werden, dass alle höheren Lebensformen (Säugetiere, Vögel etc.) nicht unnötig leiden müssen, wenn sie bekämpft oder vertrieben werden sollen. So ist es zwar ganz löblich, wenn man Mäuse oder Marder mit einer Lebendfalle einfängt, wenn man die Tiere dann aber zig Stunden oder sogar Tage in dem winzigen Käfig gefangen hält, ist das schlicht Tierquälerei und entsprechend strafbar. Aber auch Wasserfallen, in die Tiere stürzen können und einen langen Todeskampf vor dem Ertrinken kämpfen sind nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch verboten. Auch Leimfallen, auf denen Mäuse hängenbleiben und sich im Todeskampf ihre Gliedmaßen abreißen können und ähnliche grausame Ideen, sind zum Glück in Deutschland verboten. (Sie glauben ja nicht, was für man für kranke Ideen findet, wenn man das Internet nach dem Thema durchstöbert!)
  • Das Naturschutzgesetz
    Auch hier gilt, nicht alles was wirkt und machbar ist, ist auch erlaubt. So ist zum Beispiel das Bestreichen von Fachwerkbalken mit Altöl oder Diesel um Holzschädlinge abzuhalten eine Umweltsauerei erster Güte. Auch das einsprühen von Geflügelställen mit Heizöl oder Diesel gegen Milben und Flöhe sind Sachen, die sie tunlichst lassen sollten, wenn sie nicht mit dem Gesetz in Konflikt geraten wollen. Auch diese Liste ließe sich beliebig erweitern! Unabhängig davon, dass viele Dinge gesetzlich festgeschrieben sind und als Vergehen gegen die Umwelt geahndet werden können, sollte einfach der gesunde Menschenverstand einfach bestimmte Maßnahmen ausschließen, um Ungeziefer zu bekämpfen. Das gilt insbesondere, wenn Lebensmittel oder unser Wohnbereich direkt betroffen sind. Hier sollte immer der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln der letzte Ausweg sein. Und wenn doch, dann bitte nach der Idee der integrierten Schädlingsbekämpfung (siehe oben).

Was kann man selber machen und was nicht?

Grundsätzlich steht es jedem frei auf seinem Grund und Boden die Schädlingsbekämpfung selbst in die Hand zu nehmen, wenn man sich an die geltenden Gesetzte hält. Niemand wird gezwungen einen Kammerjäger zu rufen um Ameisen, Mäuse oder Kakerlaken aus seinem Haus zu verbannen. (Wäre ich nicht dieser Überzeugung, dann würde ich diese Webseite sicher nicht betreiben). Allerdings gestalten sich einige Arbeiten für Laien als recht schwierig umzusetzen. So sollte man…

  • Marder,
  • Waschbären,
  • Wespennester,
  • Hornissennester,
  • Kakerlaken / Schaben,
  • Wanderratten,
  • Eichenprozessionsspinner und
  • großflächigen Befall mit Holzwurm und Hausbock, sowie
  • massivem Schimmelbefall bzw. Hausschwammbefall

in der Regel einem Profi überlassen. Auf der einen Seite lauern gesundheitliche Gefahren (Schimmel, Eichenprozessionsspinner, Hornissen etc.) und zum anderen ist ein Kampf gegen Schaben oder auch Ratten mühsam bis hoffnungslos ohne gute Kenntnisse und Erfahrung. Es kommt dabei aber natürlich auch immer auf das Ausmaß des Befalls und weitere Faktoren an siehe hier – Kammerjäger Preise schwer zu beziffern, welcher Aufwand und Schwierigkeitsgrad der auszuführenden Arbeiten bestimmen.

Als genereller Tipp für alle Selbermacher sei an dieser Stelle gesagt:

  • Lassen sie sich Zeit bei der Überlegung selber Hand anzulegen.
  • Lesen sie sich in das Thema gründlich ein (z.B. auf dieser Seite) um keine vermeidbaren Fehler zu machen. Ihre Gesundheit, ihre Nerven und ihr Geldbeutel werden es ihnen Danken.
  • Planen sie ihr Vorgehen in Ruhe. In fast allen Fällen haben sie Zeit. Auch wenn ihr Bauchgefühl ihnen was anderes sagen möchte, auf wenige Tage mehr oder weniger kommt es selten an.
  • Legen sie fest, wann sie die Bekämpfung als gescheitert ansehen und wie dann ihr Plan B aussieht.
  • Halten sie sich an die Regeln der integrierten Schädlingsbekämpfung. (Ich zitiere mich hier mal selbst). „…sie vereint im Prinzip alle vorgenannten Methoden mit dem Ziel mit so wenig chemischen Einsatz wie möglich, so zielgenau wie möglich, effektiv und nachhaltig einem konkreten Schädlingsaufkommen zu begegnen.“ Viel Hilft viel, sollte nie das Motto einer Schädlingsbekämpfung sein!
  • Und, ganz wichtig! Achten sie immer darauf, dass durch die Bekämpfungsmaßnahmen weder andere Menschen – insbesondere Kinder oder Haustiere zu schaden kommen können. Ich denke dabei vor allem an den Einsatz von Giften aller Art, aber auch an Schlagfallen gegen Mäuse und Ratten usw.

Fazit zur Schädlingsbekämpfung

Trotzdem dieser Artikel reichlich lang geworden ist, reicht er bei weitem nicht aus um ein so umfangreiches Thema wie die Schädlingsbekämpfung adäquat zu behandeln. Lassen sie beim eigenhändigen Einsatz von Mitteln aller Art nie die Angst vor dem Ungeziefer ihre gedankliche Führung sein, sondern nehmen sie sich Zeit, lesen sie Begriffe nach, die sie auf Bekämpfungsmitteln finden und wägen sie in Ruhe ab, ob das Risiko für sie selbst, ihre Lieben oder auch Haus und Grund in einem gesunden Verhältnis zum erzielbaren Ergebnis bei der Ungezieferbekämpfung stehen, bevor sie loslegen. Es ist niemandem genützt, wenn sie (bildlich gesprochen), panisch, mit allen Armen und Beinen rudernd, unkontrolliert und so fest wie möglich auf alles Einschlagen um am Ende vielleicht das Richtige (die Schädlinge) zu treffen, aber ganz viel um sie herum kaputt machen.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen viel Erfolg bei der Schädlingsbekämpfung und bedanke mich dafür, dass sie diesen langen Artikel wirklich bis zum Ende gelesen haben.

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