Vogelschreck und Vogelabwehr - Möglichkeiten und Probleme

Infos zum Thema Vogelschreck und Vogelabwehr gesucht? Darauf sollten sie achten! Alles zu Vogelschutz mit Vogelnetz, Ultraschall, Spikes und Co.

Eine Vogelscheuche dient als Vogelschutz und Vogelabwehr
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Vogelabwehr in Heim und Hof

Es gibt zahlreiche Gründe bestimmte Vogelarten nicht im heimischen Garten, auf dem Balkon oder auf dem Acker zu tolerieren und es gibt ebenso viele Möglichkeiten sich die Vögel mit Vogelschreck, Vogelnetz und Co. vom Leibe zu halten. Was aber macht in welcher Situation Sinn und welche Möglichkeiten sind eher weniger effektiv? Dieser Artikel soll dem Leser einige Infos zu Möglichkeiten in der Vogelabwehr mit auf den Weg geben und über den Vogelschutz in Haus und Hof beraten.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Die häufigsten Plagegeister in Haus und Garten
  2. Welche Vogelabwehr Maßnahmen gibt es?
  3. Produktvorschläge
  4. Weiterführende Artikel

Die häufigsten Plagegeister in Haus und Garten

Schauen wir uns doch zu Beginn einmal an, mit welchen Vogelarten wir es eigentlich zu tun haben, wenn wir davon sprechen Vögel vertreiben zu wollen. Sicher, jeder, der hier diesen Artikel liest, wird schon einen ganz konkreten Plagegeist haben, den es zu vertreiben gilt, aber zu ganz konkreten Fragestellungen zu den verschiedenen Vogelarten und wie man dafür eine maßgeschneiderte Vogelabwehr einsetzt, wird in anderen Artikeln auf ungeziefer-und-schaedlinge.de noch genauer eingegangen. (siehe Linkliste am Ende des Artikels). Hier geht es um eine allgemeine Übersicht und einen Überblick über mögliche Maßnahmen.

  • Die Tauben
    In vielen Städten sind Tauben wirklich zu einer immensen Plage geworden, die Häuser und Plätze verunreinigen und mit ihrem Kot sowohl gesundheitliche Probleme mitbringen, als auch die Gebäude in ihrer Substanz gefährden. Den Steuerzahler kosten kommunale Vogelabwehr Maßnahmen jedes Jahr Millionen Euro, die allerdings meist nur sehr bedingt dauerhaft eine Verbesserung der Situation in den Städten mit sich bringen.
  • Die Elstern
    Kaum jemand der die großen schwarzweißen Vögel nicht schon im Garten oder auf dem Feld beobachten konnte. Ihr meckernder Ruf bei Gefahr und ihr schlechter Ruf als Nesträuber ist für viele Gartenbesitzer ein Grund zur Vogelabwehr mit Vogelschreck und Co.
  • Die Aaskrähen
    Als häufigste Unterarten seinen an dieser Stelle die Rabenkrähe und die Nebelkrähe genannt, die oft in großen Scharen frisch eingesäte Felder heimsuchen und den örtlichen Bauern immer wieder auch heute noch einiges Kopfzerbrechen bereiten. Auch sie sind als Nesträuber reichlich in Verruf geraten und sind häufig keine gern gesehenen Gäste.
  • Die Stare
    Ähnliches wie für die Krähen gilt für Stare. Sie fallen oft in großer Zahl über eingesäte Felder her und fressen in kurzer Zeit große Mengen Futter. Wer einmal eine Starenhorde in einem Vogelfutterhäuschen hat einfallen sehen, kann sich gut vorstellen, dass für andere, kleinere Vögel sicherlich nichts mehr übrigbleibt.
  • Die Spatzen
    Die kleinen unscheinbaren Spatzen sind meist eher im heimischen Garten als auf den Feldern ein Problem. Aber auch sie sind gute Kandidaten für Vogelschreck und Vogelschutz, wenn sie in Scharen über ausgelegtes Futter oder zur Erntezeit die mühsam gezogenen Beeren von den Sträuchern pflücken.
  • Die Schwalben
    In den meisten Fällen sind Schwalben aller Art gern gesehene Gäste. Gerade in der Landwirtschaft werden Schwalben als Insektenvernichter geschätzt und es kommt zu einer friedlichen Koexistenz zwischen Mensch und Tier. Allerdings stören sich manche Eigenheimbesitzer am Nestbau der Mehlschwalbe und die damit einhergehende Verschmutzung von Wänden, Gebälk und Plätzen unterhalb der Nistplätze der Vögel und werden somit zum Ziel einer Vogelabwehr am Haus.

Ob ein Vögel vertreiben der oben genannten Vogelarten in jedem Einzelfall wirklich nötig und gerechtfertigt ist, kann natürlich nur der Betroffene selbst entscheiden. Anzumerken wäre aber an dieser Stelle, dass nicht alles bei der Vogelabwehr erlaubt ist, was auch möglich ist. So ist laut Bundesnaturschutzgesetz zum Beispiel das Entfernen von Mehlschwalbennestern an Gebäuden verboten solange diese bewohnt sind. Und auch wenn Tauben, Krähen und Elstern bejagt werden dürfen, Mehlschwalbennester  unter Dachtraufeist dies nur von entsprechend geschulten Jägern erlaubt. Man kann also als Laie nicht so einfach auf Vogeljagd gehen, sondern muss sich auf ein Vögel vertreiben oder Vogelschutz verlegen, will man mit dem Gesetz nicht in Konflikt geraten.

Gleiches gilt im Übrigen auch für die Vogelabwehr mit Vogelschreck Pistolen mit Knallpatronen, Schreckschusswaffen und andere Schussgeräte und Munition mit denen man Vögel vertreiben kann. Für alle pyrotechnischen Geräte und Waffen sind zumindest bestimmte Berechtigungsscheine (z.B. Munitionserwerbschein) notwendig um solche akustische Maßnahmen auf eigenem Grund und Boden nutzen zu dürfen. Welche Berechtigungen für welchen Einsatz benötig werden erfahren sie entweder bei ihrem Kreisjägermeister oder bei den für sie zuständigen Behörden.

Welche Vogelabwehr Maßnahmen gibt es?

  • Akustische Vogelabwehr
    Wie bereits oben erwähnt findet sich ein reichhaltiges Arsenal an Vogelschreck Maßnahmen mit Knallpatronen (Hersteller z.B. ABA, Weco, Zink), Schreckschusswaffen und automatischen, stationären Schussanlagen die in aller Regel allerdings nicht im heimischen Garten, sondern auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder im Weinanbau genutzt werden. Bei regelmäßiger Nutzung (und nur dann können echte Abwehreffekte erzielt werden) bereiten solche pyrotechnischen Maßnahmen allerdings durchaus erhebliche Kosten und Mühen, die gegen den wirtschaftlichen Nutzen im Vorfeld aufgerechnet werden sollten. Dazu kann, je nach Lage, auch Streit mit Jagdpächtern, Anwohnern und Nachbarn drohen, die sich durch die Vogelschreck Maßnahmen gestört fühlen. Daneben sind auch einige akustische Systeme auf dem Markt, die ebenfalls durch Lärm die Vögel vertreiben sollen. Dabei sind Ultraschall-Anlagen umstritten, da der Vogelschreck Effekt nicht nachgewiesen ist. Die meisten Vogelarten können im Ultraschall Bereich (ab etwa 16.000Hz) gar nicht hören, dafür aber viele Haustiere wie Hunde und Katzen, die vom Ultraschall Vogelschreck durchaus empfindlich beeinträchtigt werden können.
  • Vogelnetze
    Sollen Balkone, Innenhöfe, Gartenabschnitte, Flachdächer und ähnliche Flächen geschützt werden, so können als Vogelabwehr auch Vogelnetze eingesetzt werden. Hierbei ist darauf zu achten welche Maschenweite das Vogelnetz hat um nur die wirklich störenden Vogelarten abzuhalten. So bieten sich Maschenweiten von 50mm gut für Tauben, Elstern und Krähen an. Kleinere Maschenweiten z.B. 28mm bieten guten Schutz gegen kleinere Vogelarten wie Stare und Spatzen. Achten sie unbedingt darauf nur Vogelnetze zu verwenden und sie entsprechend zu befestigen, dass sich die Vögel darin nicht verheddern können. Auf diese Weise sterben Jahr für Jahr unzählige Vögel elendig eines grausamen Todes!
  • Attrappen natürlicher Feinde
    Auch Greifvogelattrappen sollen als Vogelschreck im heimischen Garten oder auf dem Balkon die unliebsamen Gäste abhalten können. Allerdings stellt sich hier recht schnell ein Gewöhnungseffekt bei den Tieren ein wenn die Attrappen nicht regelmäßig an neuen Plätzen positioniert werden. Am besten hängen sie die Vogelattrappen frei schwingend auf um ein wenig Bewegung durch ein Schaukeln im Wind zu simulieren um den Vogelschreck Effekt etwas zu verstärken. Die Meinung der Nutzer im Internet gehen bei dieser Form der Vogelabwehr weit auseinander. Die einen schwärmen davon, dass ihre Probleme endlich beseitigt sind, andere titulieren die Vogelschreck Attrappen als „nutzlosen Schrott“. Vermutlich liegt die Wahrheit wie so oft irgendwo dazwischen.
  • Vogelschutz mit Vogelspikes
    Spikes werden in Städten gerne gegen Tauben eingesetzt um Fenstersimse, Mauerkuppen, Dachfirste oder Zäune vor den Vögeln zu schützen. Gegen kleine Vogelarten sind die Vogelspikes nutzlos, da die Abstände zwischen den Drahtreihen der Spikes zu groß sind. Gegen große Vögel wie eben Tauben, Elstern, Krähen usw. bietet diese Form des Vogelschutzes durchaus eine gute Abwehr für kleine zu schützende Bereiche. Achten sie darauf, keine angespitzten Edelstahlspikes zu kaufen. Sie können die Vögel beim Anflugversuch schwer verletzen und die Flügel durchstoßen. Das ist unnötig grausam und bringt darüber hinaus auch keinen zusätzlichen Abwehreffekt mit sich.
  • Reflektionsbänder und ähnliches
    Auch stark reflektierende Bänder, CDs und ähnliche, Lichtreflexe erzeugende Materialien können zumindest kurzzeitig eine Hilfe bei der Vogelabwehr sein. Allerdings ergeben sich hier zwei Probleme, die gegen einen Einsatz sprechen. Insbesondere Elstern und Krähen lieben alles Glitzernde und werden daher sogar eher von den reflektierenden Vogelschreck Bändern angezogen als abgeschreckt. Dazu kommt noch, dass auch bei anderen Vogelarten recht schnell ein Gewöhnungseffekt auftritt, der die Maßnahme wirkungslos werden lässt. Auch ist eine maximale Wirkung nur bei Sonnenschein zu erzielen und kann dann auch den Nachbarn oder Haustiere ebenfalls stören und beeinträchtigen. Möchten sie sich nur gegenüber durchziehenden Vogelschwärmen schützen, können Refektionsbänder als Vogelschreck durchaus Sinn machen. In allen anderen Fällen sind die Glitzerbänder höchstens als zusätzliche Maßnahme zur Vogelabwehr gegen manche Vogelarten geeignet.

Weitere Vogelabwehr Möglichkeiten finden sie auch in diesem Artikel zur Taubenabwehr noch einmal im Detail beschrieben.

Generell lässt sich sagen, dass es nicht DIE Vogelschutz- oder Vogelabwehr Maßnahme gibt. Je nach Vogelart und Gegebenheiten vor Ort führen andere Maßnahmen zu einem optimalen Ergebnis. Tauben laufen auf dem Boden und suchen Futter Meist ist erst das Zusammenspiel verschiedener Vogelschreck Maßnahmen von Erfolg gekrönt und kann einiges an Zeit und finanziellem Aufwand bedeuten. Hier sollte man immer mal wieder reflektieren und überlegen ob der Aufwand zur Vogelabwehr den erhofften Nutzen tatsächlich aufwiegt. Das gilt vor allem in der Landwirtschaft, in der solche Maßnahmen durch eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft werden sollten. Bedenken sie auch, dass viele Vogelarten im heimischen Garten durchaus auch Nutzen bringen in dem sie Mücken, Schnecken und andere potentielle Schädlinge vernichten! In diesem Sinne, viel Erfolg bei Vogelschutz und Vogelabwehr!

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