Kriebelmücken bekämpfen - Mittel gegen Kriebelmücken & Bisse

Kriebelmücken bekämpfen - Was kann man gegen Kribelmücken Bisse tun? Mittel gegen Kriebelmücken - Schwellungen - Behandlung - Allergien

Kriebelmücke auf Arm in Nahaufnahme
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Kriebelmücken – Plagegeister mit schmerzhaftem Biss

Wer schon einmal an einem mit Kriebelmücken besiedelten Fluss- oder Bachlauf Campingurlaub gemacht hat, wird sicherlich schon Erfahrungen mit dem ein oder anderen schmerzhaften und stark juckenden Kriebelmücken Biss gesammelt haben. Allerdings sind die kleinen Kriebelmücken in den Köpfen der meisten Menschen in Deutschland nicht so präsent wie die klassischen Stechmücken, die uns Nachts im Bett mit ihrem unheilverkündenden Sirren um den Schlaf bringen.

Im Folgenden sollen die kleinen Plagegeister einmal näher beleuchtet werden, da ein Kriebelmücken Biss unter Umständen wirklich unangenehme Folgen haben kann und in aller Regel wesentlich unangenehmer ist, wie der Stich von „normalen“ Mücken. Gerade wenn Menschen eine Kriebelmücken Allergie entwickeln, können schwere Schwellungen und weitere Symptome bis hin zu Kreislaufproblemen auftreten. Aber auch bei Nutzvieh kann ein Massenbefall der winzigen Insekten Panik auslösen und die Tiere im schlimmsten Fall in den Tod treiben. Grund genug also, um sich die Kriebelmücke einmal genauer anzusehen und Mittel und Wege zu finden um sie uns und den Weidetieren möglichst vom Leibe zu halten.

Übrigens sind Kriebelmücken nicht identisch mit Gnitzen. Sie sind zwar verwand, gehören aber jeweils zu einer eigenständigen Familie der Mücken. Möchten sie mehr über Gnitzen und deren Bekämpfung erfahren, so können sie in diesem Artikel: Gnitzen bekämpfen mehr darüber nachlesen.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
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  1. Kriebelmücken – Aussehen und Lebensweise
  2. Kriebelmücken bekämpfen / Vorbeugen
  3. Kriebelmücken Biss – Symptome - Behandlung
  4. Produktvorschläge
  5. Weiterführende Artikel

Kriebelmücken – Aussehen und Lebensweise

Die Familie der Kriebelmücken (Simuliidae) ist gar nicht so klein wie man annehmen möchte. Allein in Deutschland sind etwa 50 Arten bekannt und weltweit finden sich ungefähr 2000 unterscheidbare Arten der Stecher – pardon, der Beißer.

Das ist tatsächlich auch der erste große und wichtige Unterschied zwischen den nur 3-6mm großen Kriebelmücken und den klassischen Stechmücken. Denn sie stechen nicht, sondern beißen und „hobeln“ mit ihren Mundwerkzeugen eine kleine Wunde in die Haut (so genannte Poolsauger), aus der sie dann das Lymphwasser und Blut trinken. Das, und der Umstand, dass der Speichel der Kriebelmücken Blutverdünner und Histamine enthält, macht die Kriebelmückenstiche / Bisse so viel intensiver als ein normaler Mückenstich.

Kriebelmücken sind in ihrem Aussehen eher von gedrungener Form und ähneln äußerlich eher kleinen Fliegen als Mücken. Sie halten sich immer gerne in der Nähe von Fließgewässern auf und schwärmen dort in beschatteten, bewaldeten Bereichen gerne an wenig windigen Tagen in großen Schwärmen etwa von Apri bis September.

Die Weibchen legen je nach Art bis zu 1000 Eier in einer Saison ab. Dabei werden diese oft einfach auf die Wasseroberfläche aufgesetzt, oder an den Blättern von Wasser- und Uferpflanzen abgelegt. Die Larven der Kriebelmücken entwickeln sich dann im Wasser weiter und verpuppen sich nach einigen Häutungen schließlich um dann bereits nach wenigen Wochen nach Eiablage als Kriebelmücke zu schlüpfen. Überwintern werden nur die Eier der Kriebelmücken, da sie völlig frostunempfindlich sind und auch sehr tiefen Minustemperaturen standhalten können.

Wie so oft in der Mückenwelt saugen auch bei den Kriebelmücken nur die Weibchen das Blut ihrer Wirtstiere, da das enthaltene Eiweiß zur Eientwicklung benötigt wird. Ansonsten ernähren sich sowohl Männchen als auch Weibchen von Nektar und Pflanzensäften (z.B. vom Efeu oder Weidenbäumen).

Kriebelmücken bekämpfen / Vorbeugen

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Ihre Blutwirte (fast ausschließlich Säugetiere und Vögel) finden die Weibchen zum einen durch den Geruch von ausgeatmetem Kohlendioxyd von Mensch und Tier und zusätzlich durch Sichtreize. Das heißt sie erkennen bis zu einem gewissen Grad mit den Augen ob ein passendes Wirtstier vor ihnen ist. Vermutlich unterscheiden sie hell / dunkel und ob Bewegung im Spiel ist, ähnlich wie dies die Bremsen können.

Will man nicht mit großflächigem Einsatz von Insektiziden aufwarten, ist ein Kriebelmücken bekämpfen im Garten oder der freien Wildbahn nur schwer möglich. Das Abdecken von stehenden Gewässern ist, anders als bei der Stechmückenprävention, nur wenig hilfreich, da wie oben schon beschrieben, Fließgewässer bevorzugt werden. Generell kann man zur Vorbeugung gegen Kriebelmücken Bisse folgende Maßnahmen durchführen.

Mittel gegen Kriebelmücken:

  • Tragen sie im Freien möglichst lange Kleidung um wenig Angriffsfläche zu bieten. Sie muss nicht dick sein, da Kriebelmücken nicht hindurchstechen können.
  • Nutzen sie auf allen freiliegenden Hautflächen Mückenschutzmittel mit Wirkstoffen wie DEET oder Icaridin. Den Schutz regelmäßig alle 4-6 Stunden erneuern, bzw. nach dem Baden oder Waschen sofort neu auftragen um den Schutz nicht zu verlieren. Achtung bei Kleinkindern nur Mittel gegen Kriebelmücken anwenden, deren Wirkstoffe auch für Kinder zugelassen sind. DEET und Icaridin können starke Schleimhaut und Augenreizungen hervorrufen, wenn Kinder sich das Mittel in die Augen schmieren.
  • Auch ätherische Öle wie Lavendel, Sandelholz, Zitronenmelisse oder Geranie sind als Mückenabwehrmittel bekannt und können auf Fensterrahmen gerieben werden oder in Verdampfern auf dem Terrassentisch gegen die Plagegeister eingesetzt werden. Achtung beim direkten Einreiben auf die Haut. Ätherische Öle können Hautreizungen und Allergien auslösen!
  • Engmaschige Mücken- oder Fliegennetze als Baldachin im Garten sind gut um sich einen mückenfreien Rückzugspunkt anzulegen.
  • Auf der Terrasse und in möglichst windstillen Aufenthaltsbereichen können auch so genannte Mückenspiralen verbrannt werden um die Tiere zu vergrämen.
  • Im Haus sind Kriebelmücken nur sehr selten anzutreffen, daher erübrigt sich meist ein Kriebelmücken bekämpfen in den eigenen vier Wänden. Erhalten sie tatsächlich öfters Besuch der Beißer, helfen auch hier engmaschige Mückennetze vor den Fenstern nachhaltig.
  • Gegen einzelne Angreifer eignen sich auch Mückensprays. Allerdings sollte hier auch immer beachtet werden, dass gerade in geschlossenen Räumen auch Gesundheitsgefahren von vielen Wirkstoffen, die in den Mückensprays enthalten sind, ausgehen. Setzen sie solche Sprays gegen Kriebelmücken also immer nur mit bedacht ein und übertreiben sie es nicht.
  • Kinder im Kinderwagen immer mit Fliegennetzen schützen.
  • In der Hauptflugzeit in den Morgen- und Abendstunden möglichst wenig im Freien aufhalten, wenn starke Kriebelmücken Aktivitäten zu erwarten sind (windstill, kein Regen, warm).

Tipps zur Kriebelmücken Abwehr bei Vieh und Weidetieren:

  • Lassen sie die Tiere bei zu erwartender starker Aktivität der Mücken am besten im Stall.
  • Es gibt auch für Weidevieh / Pferde Repellentien zum Einreiben um die Kriebelmücken auf Abstand zu halten.
  • Diese Mittel gegen Kriebelmücken gibt es auch auf Basis von ätherischen Ölen wie Lavendel oder Zitronenmelisse. Beobachten sie aber auch bei ihren Tieren, ob allergische Reaktionen auf die Öle auftreten. Nicht alle Tiere vertragen die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle!
  • Darüber hinaus gibt es auch Spot-On Präparate auf Basis von Deltamethrin und ähnlichen Insektiziden, die man den Tieren für einen mehrwöchigen Schutz auftragen kann.
  • Schützen sie vor allem die empfindlichen Ohrmuscheln von Pferden und Rindern, da manche Kriebelmückenarten (z.B. Simulium equinum) bevorzugt dort versuchen Blut zu saugen. Für Pferde gibt es gute Ohrnetze oder auch Schutznetze, die über den ganzen Kopf gezogen werden können. Aber auch Hautfalten an Schenkeln und Bauch mit wenig Fell und dünner Haut sind bevorzugte Plätze der Kriebelmücken und anderer Stecher, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Wenn sie bereits wissen, dass sie in Gebiete reisen werden, in denen eine starke Aktivität der Kriebelmücken wahrscheinlich ist, dann achten sie am besten immer auch auf die regelmäßig vom Deutschen Wetterdienst herausgegebenen Kriebelmückenwarnungen. Auch in vielen Urlaubsregionen (z.B. an der Westküste Schottlands) gibt es tägliche Mückenreports, die ihnen die Tagesplanung wesentlich erleichtern können. Dort gibt es übrigens an fast jedem Haus einen Wintergarten, da man in bestimmten Gegenden an windstillen Tagen keinen Schritt ins Freie wagen kann, ohne von Schwärmen von kleinen Kriebelmücken und Gnitzen angefallen zu werden.

Viele weitere Tipps und Infos zum Thema Mückenmittel und Mückenbekämpfung finden sie auch in diesem Artikel: Mittel gegen Mücken

Kriebelmücken Biss – Symptome - Behandlung

Von Kriebelmücken zerstochener Rücken eines jungen MannesDer Kriebelmücken Biss wird meist erst dann registriert, wenn die Mücke schon wieder das Weite gesucht hat. Zurück bleibt eine kleine gerötete Wunde, die durch die eingebrachten Gerinnungshemmer auch mit einem kleinen, lokalen Bluterguss einher gehen kann. Im weiteren Verlauf schwillt die Bissstelle an und Wasser lagert sich in einem Bereich von etwa 1-2cm Durchmesser ein (ein Ödem hat sich gebildet). Auch kann sich an der Bissstelle ein kleines Knötchen (Stecknadelkopf groß) bilden, dass sich mit Eiter oder Wundflüssigkeit füllt. Wie schon angesprochen können durch die zusätzlich im Speichel der Kriebelmücken vorhandenen Histamine eine allergische Reaktion ausgelöst werden, die lokale Schwellungen wesentlich stärker und dicker ausfallen lassen können. Lokale Reaktionen bis zu 5cm Durchmesser und mehr sind möglich. Auch eine merkliche Überwärmung der betroffenen Bissstellen sind möglich. Lassen sie solche Auswirkungen immer durch einen Arzt abklären und behandeln (Histaminhemmer). Weitere Symptome durch den Kriebelmücken Stich sind im Folgenden unter Punkt 7 beschrieben und sollte ebenfalls immer ärztlich abgeklärt werden.

Da keine Abwehrmaßnahme einen hundertprozentigen Schutz bieten kann, bleibt es nicht aus, dass man doch Opfer der Blutsauger wurde. Was kann man also tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und ein oder mehrere Kriebelmücken Bisse zu behandeln sind? Im Folgenden dazu einige wichtige Tipps, die nicht nur speziell auf Kriebelmücken Bisse anwendbar sind, sondern meist bei allen Insektenstichen Hilfe bieten.

  1. Wichtigste Regel: Nicht kratzen! Kratzen bringt nie wirklich Linderung und sorgt zusätzlich dafür, dass sie Keime und Bakterien in die Einstichstelle einreiben und unangenehme und zum Teil sogar gefährliche Sekundärerkrankungen fördern. Schmerzhafte und langanhaltende Entzündungen werden in jedem Fall gefördert.
  2. Desinfizieren sie die Bissstelle wenn möglich. Ein kleines Fläschchen Desinfektionsspray sollte in keiner Handtasche oder Rucksack fehlen!
  3. Kühlen sie die Bissstelle unter kaltem Wasser oder mit Kühlpacks, falls zur Hand, um die Kriebelmücken Schwellung zu lindern.
  4. Kortisonhaltige Cremes lindern ebenfalls gut den Juckreiz und unterstützen die Wundheilung
  5. Ein heißer Löffel (Achtung um Verbrennungen zu vermeiden nicht mehr als etwa 50°C) oder der Stichheiler von Riemser zerstören die juckreizauslösenden Stoffe in der Bissstelle durch die Hitze und dämpfen den Juckreiz gut ab. (Das funktioniert wirklich – nutze ich regelmäßig).
  6. Fragen sie bei starkem Juckreiz oder starken Schwellungen ihren Hausarzt oder Apotheker nach Histaminhemmern, die hier Linderung verschaffen können.
  7. Treten Symptome wie kalter Schweiß, Zittern, Atemnot oder auch sehr starke Schwellungen nach einem Kriebelmückenstich / Biss auf, unbedingt umgehend einen (Not)Arzt aufsuchen. Hier reagiert der Körper allergisch / pseudoallergisch. In schlimmen Fällen kann dies bis zum Kreislaufversagen führen (Anaphylaktischer Schock). Lebensgefahr kann drohen (ist aber sehr selten)!

Weitere hilfreiche Tipps zur Behandlung von Insektenstichen – auch mit Hausmitteln – finden sie in diesem Artikel: Was hilft gegen Mückenstiche? ausführlich beschrieben.

Ich hoffe dieser Artikel zum Kriebelmücken bekämpfen konnte ihnen bei ihrem Problem weiterhelfen. Sollten sie nach einem Biss der Blutsauger unsicher sein was zu tun ist, dann suchen sie sich Rat bei einem Arzt, der die Einstichstelle beurteilen und fachgerecht behandeln kann. Gerade wenn über die normalen Symptome hinausgehende Reaktionen festgestellt werden, ist der Gang zum Arzt immer sinnvoll. Unbehandelt können Kriebelmückenstiche / Bisse wochenlang jucken und ihnen auch Schmerzen bereiten. Zögern sie also nicht die Einstichstelle zu behandeln. Und nicht vergessen: Nicht kratzen! ;-)