Flöhe im Bett entdeckt? Flöhe bekämpfen – aber richtig!

Flöhe bei Menschen und Tieren sind mehr als lästig! Erfahren sie alles über effektives Flöhe bekämpfen wenn sie Flöhe im Bett entdeckt haben.

Floh in einer Makroaufnahme - so bekaempft man Floehe richtig
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n.a.
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Autsch! Das juckt! Flöhe im Bett

Flöhe beim Menschen verursachen bei Einstichen, ähnlich Mückenstichen, Rötungen und Schwellungen auf der Haut bei der Einstichstelle. Kaum einer, der mit Haustieren zusammen lebt, der nicht auch schon mal eine der typischen „Flohstraßen“ (einige Einstiche in einer Reihe) mit all ihrer juckenden Plage am eigenen Körper erlebt hat. Da stellt sich die Frage, ob es verschiedene Floharten gibt und ob diese alle auch den Menschen angehen können?

Dieser Artikel soll helfen allen Flohgeplagten das Flöhe bekämpfen zu erleichtern. Um aber effektiv Flöhe bekämpfen zu können, muss man auch etwas mehr über Lebensgewohnheiten und Entwicklung dieses Parasiten wissen. Daher werde ich zu Beginn dieses Artikels auf diesen Bereich etwas genauer eingehen.

    Inhaltsverzeichnis des Artikels
    floehe-bekaempfen.php

  1. Flöhe – Arten, Lebensraum und Lebenszyklus
  2. Gefahren durch Flöhe bei Menschen und Tieren
  3. Flöhe bekämpfen
  4. Eine Flohfalle bauen
  5. Produktvorschläge
  6. Weiterführende Artikel

Flöhe – Arten, Lebensraum und Lebenszyklus

Klar, es gibt nicht nur eine Art Flöhe, sondern wie so oft viele verschiedene (etwa 2500 Arten). Allerdings spielen als erstzunehmende Plage in unseren Breitengraden nur wenige Floharten eine Rolle.

  • Der Menschenfloh (pulex irritans) ist zwar nicht ganz ausgerottet, aber nur noch relativ selten in unseren Wohnungen anzutreffen. Er lebt hauptsächlich in Betten, Teppichen und Polstermöbeln und kommt nur zum Blutsaugen aus seiner Wohnstatt heraus.
  • Der Katzenfloh (ctenocephalides felis) lebt wie der Name schon sagt auf Katzen und deren Schlafstätten und Aufenthaltsplätzen. Sie gehen bedingt auch auf Hunde und Menschen über, können auf fremden Wirtstieren allerdings nicht lange überleben. Sie sind vermutlich die häufigste Ursache für Flöhe bei Menschen bzw. Flöhe im Bett.
  • Der Hundefloh (ctenocephalides canis) verhält sich ganz ähnlich dem Katzenfloh. Er geht in Ausnahmefällen auch auf den Menschen über, kann dort allerdings ebenfalls nicht überleben.
  • Weitere Floharten die eventuell in Frage kommen, sind Igelflöhe, Taubenflöhe, Rattenflöhe oder Hühnerflöhe, die bei entsprechender Tierhaltung oder Ansiedelung auch ins Haus eingeschleppt werden können. Diese Arten spielen allerdings nur selten eine übergeordnete Rolle und sind nur in Ausnahmefällen für Flöhe bei Menschen die Ursache.

Flöhe werden je nach Art zwischen etwa 1,5 – 4mm groß wenn sie ausgewachsen sind. In ihrer Entwicklung machen alle Arten vier Stadien durch. Die erwachsenen Weibchen können nach einer Blutmahlzeit (und NUR nach Aufnahme von Blut) bis zu 50 Eier am Tag legen, Katzen auf einem Bett - Flöhe im Bettdie entweder im Fell (Kleidung) der Wirte abgelegt werden oder aber in der direkten Umgebung (Teppiche, Polstermöbel, Betten etc.) hinterlegt werden. Die Eier der Flöhe haben keine Haftwirkung und können so jederzeit aus dem Fell und der Kleidung herausfallen um sich vorteilhaft zu verteilen. Das ist einer der Gründe warum Flöhe bekämpfen recht aufwändig und lästig ist.

Nach 3-10 Tagen entwickeln sich aus den Eiern der Flöhe Larven. Sie ernähren sich meist von Blut im Kot der erwachsenen Flöhe oder aber auch durch abgestorbene Hautpartikel, Haare und andere organische Reste die sie finden. Larven sind noch nicht in der Lage Blut zu saugen.

Nach wenigen Tagen im Larvenstadium verpuppen sie sich und schlüpfen als Floh bei guten Bedingungen nach 7-14 Tagen aus. Die Puppen können aber auch für längere Zeit (mehrere Monate) ruhen um bei günstigeren Bedingungen zu schlüpfen. Nach dem Schlüpfen müssen die jungen Flöhe möglichst innerhalb einer Woche eine Blutmahlzeit zu sich nehmen um nicht zu verenden. Nach Blutaufnahme können die Tiere allerdings Problemlos bis zu 6 Wochen ohne weitere Nahrung auskommen. Sind die Tiere erst einmal geschlüpft, ist ihre Lebenszeit recht begrenzt. Je nach Art und Bedingungen leben die Flöhe etwa 4 -12 Wochen nach dem Ausschlüpfen.

Übrigens… Flöhe können nicht fliegen, aber ungemein weit springen. Ihre speziell gebauten Beine ermöglichen ihnen Sprungweiten von bis zu einem Meter! Damit sind sie im Verhältnis zu ihrer Größe Weltmeister im Weitsprung ;-)

Gefahren durch Flöhe bei Menschen und Tieren

Neben den unangenehm juckenden Einstichstellen bei Mensch und Tier können durch Aufkratzen Entzündungen entstehen und Krankheitserreger in die Wunden eindringen. Flohstiche beim Menschen - FlohstraßeIn früheren Zeiten war der Menschenfloh (ebenso der Rattenfloh) als Überträger der Pest ein wichtiger Grund zur Verbreitung der schlimmen Epidemien der tödlichen Krankheit auf der ganzen Welt.

Unsere Haustiere leiden unter ähnlichen Symptomen wie wir Menschen durch die Flohstiche. Sie kratzen und lecken dabei die juckenden Stellen und fördern so ebenfalls Entzündungen der Haut. Bei starkem Befall kann dies zu einer echten Pein für die Tiere werden und sollte unbedingt behandelt werden.

Flöhe bekämpfen

Wie so oft bei der Ungezieferbekämpfung ist das effektive Flöhe bekämpfen keine einmalige Maßnahme, sondern vielmehr eine Kombination verschiedener Maßnahmen über einen längeren Zeitraum hinweg. Folgend einige Maßnahmen um Flöhe zu bekämpfen, die möglichst in Kombination durchgeführt werden sollten.

  1. Bestimmen von welcher Ursache der Flohbefall ausgeht. Tragen Haustiere die Flöhe mit sich? Hat sich nur ein Floh von draußen ins Haus verirrt? Oder könnte tatsächlich ein Menschenflohbefall (unhygienische Lebensweise, Altes Sofa vom Trödelmarkt, alte Matratze vom Dachboden etc.) die Ursache sein?
  2. Haustiere bei Befall mit Antifloh-Präparaten vom Tierarzt behandeln (z.B. Frontline, Antiflohpuder etc.) und mit Flohkamm täglich das Fell auskämmen. Dies dient zum einen zur Kontrolle und zum anderen werden so auch Eier und Kot aus dem Fell entfernt.
  3. Katzen- oder Hundedecken regelmäßig austauschen und bei mindestens 60°C waschen um Flöhe, Larven und Eier abzutöten. Sollten Flöhe im Bett lokalisiert worden sein, das gesamte Bettzeug bei hohen Temperaturen waschen und Matratze gründlich absaugen oder dampfreinigen.
  4. Von Haustieren bewohnte/benutzte Zimmer Boxen oder Zwinger täglich gründlich aussaugen oder dampfreinigen um aus dem Fell rieselnde Eier zu vernichten. Staubsaugerbeutel (falls vorhanden) entweder regelmäßig entsorgen oder aber nach Möglichkeit in der Mikrowelle auf über 60°C erhitzen um die ganz schön zähen Biester abzutöten. Maßnahmen etwa 1-2 Wochen durchführen.
  5. Zur Unterstützung der oben genannten Maßnahmen können noch besonders betroffene Bereiche mit ungiftigen aber wirkungsvollen Sprays auf Silikonbasis nach dem Reinigen der Bereiche eingesprüht werden.
  6. Prüfen sie das Fell von Haustieren regelmäßig (einmal im Monat) mit einem Flohkamm auf eventuell vorhandenen Flohbefall. Vorbeugung und zeitiges Eingreifen bei einem Befall erleichtern das Flöhe bekämpfen ungemein. Ein verstärktes sich kratzen und beißen von Hunden und Katzen weisen auch häufig auf einen Befall mit Flöhen hin.

Hund und Katze waschen sich in Badewanne - Flöhe bekämpfenVerzichten sie möglichst beim Flöhe bekämpfen auf chemische Mittel. Die Wirkung ist meist nicht erfolgversprechender als oben genannte Maßnahmen zur Flohbekämpfung und sie beeinträchtigen dazu noch zusätzlich die Gesundheit der Anwender. Nur bei besonders massivem Flohbefall rechtfertigt sich der Einsatz einer chemischen Keule. Allerdings sollte in solchen Fällen auch auf Fachleute zurückgegriffen werden um die Gefahren für Menschen und Haustiere so gering wie möglich zu halten.

Flöhe bekämpfen - eine Flohfalle bauen

Eine einfache Flohfalle, die schon seit Jahrzehnten ihre Wirkung nicht verfehlt lässt sich zum Flöhe bekämpfen leicht selbst herstellen. Dazu benötigt wird nur eine flache Schüssel, die mit etwas Wasser gefüllt wird. In das Wasser kommen ein oder zwei Tropfen Geschirrspülmittel um die Adhäsion (Oberflächenspannung) des Wassers zu zerstören und eine brennende Kerze wird in der Mitte der Schüssel platziert. Durch die Wärme angezogen springen die Flöhe in Richtung Kerze und ertrinken im Spülwasser. Klingt einfach, ist aber recht effektiv wenn die Falle an den richtigen Stellen platziert wird. Achtung, da hier mit offenem Feuer hantiert wird, unbedingt auf Brandgefahren achten! Viel Erfolg beim Flöhe bekämpfen!

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n.a.
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